«Wir wollen die Natur ins Restaurant holen»

Der Zolli bringt sein Restaurant auf die Höhe der Zeit – baulich und mit neuem Gastrokonzept. Neu soll man mit Aussicht auf die Elefanten essen können.

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Das Zolli-Restaurant wird umfassend umgebaut und so den heutigen Bedürfnissen angepasst. «In seiner Art gehört das Restaurant zum Zolli, es muss aber saniert werden», sagte Elisabeth Simonius Verwaltungsratspräsidentin des Zoo Basel an der heutigen Vorstellung des Projekts vor den Medien.

Der Umbau – ein lang gehegter Wunsch

Die bestehende Terrasse wird markant vergrössert und auf einer Ebene ohne Stufen vereinigt. Darunter entsteht ein neuer Bereich mit einer Take-away-Theke, Besucher-WCs und Schulungsräumen. So wird insbesondere auch der Picknick-Bereich aufgewertet, weil dieser neu gedeckt sein wird. Der bediente Teil des Restaurants im ersten Stock wird neu auf rund einem Viertel der Fläche des Parterre verlegt. Dafür entsteht im ersten Stock ein attraktiver Eventbereich mit einem Lichthof: «Wir wollen die Natur in das Restaurant holen», so Hanspeter Fontana. Er ist Jury-Mitglied und war in den 80er Jahren Geschäftsführer des Zolli-Restaurants.

Die im ersten Stock stattfindenden Anlässe sollen in direktem Zusammenhang mit dem Bildungsangebot des Zolli stehen, wie etwa Führungen mit anschliessendem kulinarischen Höhepunkt. Die Seiten der Haupträumlichkeiten im Parterre werden mit grossen Fenstern geöffnet, was gegen Südwesten den Blick auf das 2014 bis 2015 neu entstehende Elefantenhaus eröffnet. «Die Leute sollen mit den Elefanten essen können», sagt Simonius begeistert. Gegen Nordosten wird der Blick auf das Vogelhaus frei. Die Kosten des Umbaus werden auf 16 Millionen Franken veranschlagt. Davon würden deutlich über die Hälfte von nicht genannt werden wollenden Spendern getragen, wie Stutz erklärt, der im Verwaltungsrat des Zolli für Baufragen zuständig ist. Der Umbau sei ein lang gehegter Wunsch. Das 1935 eingeweihte Restaurant war 1993 letztmals renoviert.

Im Rahmen eines Architektur-Wettbewerbs mit sechs teilnehmenden Büros wählte die achtköpfige Jury das Projekt von Flubacher, Nyfeler und Partner Architekten. «Das Siegerprojekt geht behutsam und clever mit dem bestehenden Gebäude um», sagt Stutz. Der Umbau beginnt im Herbst 2013. Vor Ostern 2014 soll der Betrieb mindestens teilweise wieder aufgenommen werden – während der Bauzeit ist ein reduzierter Betrieb in Zelten vorgesehen.

Modernes Gastrokonzept

Mit einem Picknick-, einem Take-away- und einem bedienten Bereich biete das neue Restaurant für alle Wünsche und Budgets ein entsprechendes Angebot. «Der Zolli ist für alle da», bekräftigte Simonius. Auch künftig betreibt der Zolli das Restaurant als Einnahmequelle selbst. Mit dem neuen Gastrokonzept wird das Restaurant nachhaltigen Grundsätzen geführt. Die Gäste werden also primär lokale und nationale Bio-Produkte serviert bekommen. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.12.2011, 14:12 Uhr

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