Bahnschwellen-Lager im Basler Rheinhafen wird halbiert

Nach dem Brand ziehen Rhenus Port Logistics die Konsequenzen.

Ein solches Ereignis soll verhindert werden.

Ein solches Ereignis soll verhindert werden.

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Nach dem Grossbrand von ausrangierten Eisenbahnschwellen im Basler Rheinhafen halbiert die betroffene Firma Rhenus Port Logistics als Vorsorgemassnahme ihr Schwellenlager von heute insgesamt 5000 auf maximal 2500 Tonnen alten Bahnschwellen.

Rhenus passe ihr Schwellen-Logistikkonzept so an, dass der Lagerumfang um die Hälfte reduziert werden kann, teilten die Schweizerischen Rheinhäfen, das Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt, das Lufthygieneamt beider Basel, die Feuerpolizei und Rhenus am Donnerstag als Ergebnis einer Lagebeurteilung gemeinsam mit.

Ziel der Massnahme

Ziel der beschlossenen Massnahmen sei, «ein Ereignis in diesem Ausmass in Zukunft zu verhindern». Die Brandursache ist weiterhin unbekannt. 2500 Tonnen Schwellen sei etwa die Menge, die mit einer Schiffsladung via Rhein weg spediert werden kann.

Die Halbierung der Schwellenhaufen soll bis Ende September vollzogen sein. Diverses sei noch in Prüfung, namentlich wie die Schäden des Brandes rasch zu beheben sind sowie «innovative Ideen» für den Lagerbetrieb. Gegen den Staub des Schwellenlagers könnten vielleicht Schneekanonen eingesetzt werden, wie der Mitteilung weiter zu entnehmen ist.

Hafenbecken-Grund wie vorher

Der Brand der Eisenbahnschwellen und dessen Bekämpfung mit grossen Mengen Löschwasser haben die Rheinsohle im Hafenbecken eins nicht mit PAK belastet. Dies zeigen Sedimentanalysen, wie das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) Basel-Stadt am Donnerstag seinerseits mitteilte.

Gesucht hatte man an sechs Probestellen am Beckengrund insbesondere nach giftigen Polyaromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), mit denen früher hölzerne Eisenbahnschwellen haltbar gemacht worden waren. Bereits am Dienstag hatte das WSU mitgeteilt, dass das Rheinwasser kaum verschmutzt worden war.

Niedriger Chemikalienanteil

Beim Löscheinsatz hat sich die Basler Feuerwehr im Übrigen mit Schaum zurück gehalten: Statt den sonst verwendeten bis zu fünf Prozent Schaumextrakt im Löschwasser hat sie beim Schwellenbrand mit Rücksicht auf den Rhein nur 0,5 Prozent davon beigemischt, wie beim Justiz- und Sicherheitsdepartement zu erfahren war.

Dieser niedrige Chemikalienanteil sei am Westquai in allen Löschfahrzeugen verwendet worden, also jenen auf der Strasse wie dem Wasser. Das Feuerwehrboot trug erheblich zum Wasservorhang gegen das Altholz-Feuer bei, können doch allein seine drei Löschspritzen insgesamt fast 13'000 Kubikmeter Wasser pro Minute bewegen. (ens/sda)

Erstellt: 09.08.2018, 17:03 Uhr

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