Basler LDP tritt mit Conradin Cramer an

Conradin Cramer soll für die Basler LDP den Regierungssitz des zurückgetretenen Christoph Eymann verteidigen. Die Partei hat Cramer heute nominiert.

Conradin Cramer war im Amtsjahr 2013/14 mit 33 Jahren der jüngste Grossratspräsident.

Conradin Cramer war im Amtsjahr 2013/14 mit 33 Jahren der jüngste Grossratspräsident. Bild: Keystone

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Die Basler LDP steigt mit Conradin Cramer in die baselstädtischen Regierungsratswahlen 2016. Cramer soll Sitz des abtretenden Erziehungsdirektors Christoph Eymann verteidigen.

Die LDP nominierte Cramer an der Mitgliederversammlung am Dienstagabend per Akklamation. Die im Vorfeld ebenfalls als Kandidatin gehandelte Parteipräsidentin Patricia von Falkenstein hatte zuvor aus Zeitgründen den Verzicht eine Kandidatur erklärt.

Cramer sitzt seit Februar 2005 im Grossen Rat und präsidierte diesen im Amtsjahr 2013/14. Er war damals mit 33 Jahren der jüngste «höchste» Basler seit genau hundert Jahren. Seit zwei Jahren ist Cramer Präsident der Bau- und Raumplanungskommission. Der Advokat und Notar arbeitet bei einer Basler Kanzlei.

Der 37-Jährige soll in der Regierung den Sitz des nicht mehr antretenden LDP-Bisherigen, Erziehungsdirektor Christoph Eymann, verteidigen. Der 65-Jährige gehört der Exekutive seit 2001 an. Im vergangenen Herbst wurde Eymann in den Nationalrat gewählt, dem er schon von 1999 bis 2001 angehört hatte.

Eymanns Vermächtnis

Der 37-jährige Jurist Cramer gilt schon lange als designierter Nachfolger von Christoph Eymann. «Ich möchte die Politik in diesem Kanton gerne stärker mitprägen als bisher im Grossen Rat», begründete er seine Kandidatur. Er schätze sich selber als pragmatischen Politiker mit klassisch liberalen Werten ein. Als Schwerpunkte seiner künftigen Politik nannte er zuerst die weitere Verbesserung der Bildungseinrichtungen. «Das ist quasi das Vermächtnis von Christoph Eymann.»

Weitere wichtige Themen seien die Zusammenarbeit mit den Nachbarkantonen, den Umgang mit dem knappen Raum, eine sorgsame Finanzpolitik und der Kampf gegen Überregulierung und die sich ausdehnende Verwaltung. Cramer warb gemeinsam mit von Falkenstein für das bürgerliche Viererticket zusammen mit CVP, FDP und SVP. «Ich weiss, dass es Vorbehalte gegen die SVP gibt.» Tatsächlich äusserten sich einzelne Votanten skeptisch bis ablehnend. Letztlich entschied sich die Partei jedoch deutlich für den Schulterschluss.

FDP Nominiert Dürr

Die Basler FDP nominierte an ihrem Parteitag ebenfalls am Dienstagabend per Akklamation ihren bisherigen Regierungsrat Baschi Dürr, der sich erstmals der Wiederwahl stellen muss. Der 1977 geborene Justiz- und Sicherheitsdirektor gehört der Basler Regierung seit vier Jahren an.

Ob Dürr auch für das Amt des Regierungspräsidenten kandidieren will, liess er zunächst offen. Dies müsse zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. Dürr war 2012 mit einer Kandidatur gescheitert.

Zwei Vakanzen

Für Vakanzen in der Regierung des Stadtkantons sorgen per Ende Januar 2017 Erziehungsdirektor Christoph Eymann (LDP) und Regierungspräsident Guy Morin (Grüne). Neben Dürr wollen die drei SP-Regierungsräte Eva Herzog, Hans-Peter Wessels und Christoph Brutschin sowie CVP-Regierungsrat Lukas Engelberger erneut antreten.

Die Regierungsratswahlen finden am 23. Oktober 2016 statt. Die bürgerlichen Parteien FDP, LDP, CVP und SVP planen eine gemeinsame Liste. SP, Grüne und BastA! haben ein gemeinsames Fünferticket angekündigt. Derzeit hat in der Basler Regierung die SP drei Sitze, Grüne, FDP, LDP und CVP haben je ein Mandat. (hys/sda)

Erstellt: 08.03.2016, 20:27 Uhr

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