Bereits zwei Einsprachen gegen Ozeanium eingegangen

Gegen das geplante Ozeanium des Zolli Basel sind zwei Beschwerden erhoben worden. Ob diese berechtigt sind, wird derzeit geprüft. Beeinträchtigt ist das 100-Millionen-Franken-Projekt bisher nicht.

Visualisierung des geplanten Korallenaquariums

Visualisierung des geplanten Korallenaquariums Bild: Zoo Basel

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Gegen den Bebauungsplan für das an der Heuwaage geplante Ozeanium des Basler Zollis sind beim Kanton Basel-Stadt bisher zwei Einsprachen eingegangen, darunter ein der Helvetia Nostra, einem Tochterverein der Fondation Franz Weber. Das Baudepartement Basel-Stadt (BD) bestätigte am Montag entsprechende Medienberichte. Die zweite bisher eingetroffene Einsprache reichte der Neutrale Quartierverein Bachletten-Holbein ein.

Die Einsprachefrist gegen den Bebauungsplan lief Ende vergangener Woche ab. Weitere Einsprachen sind indes gemäss BD nicht auszuschliessen, da das Datum des Poststempels zählt. Ob die betreffenden Personen und Organisationen zur Einsprache berechtigt sind, klärt das BD im Rahmen der Bearbeitung ab. Die Einsprechenden müssen persönlich betroffen oder durch eine besondere Vorschrift zum Rekurs ermächtigt sein.

Grossaquarium «nicht zeitgemäss»

Helvetia Nostra bezieht sich hierbei auf das Verbandsbeschwerderecht gemäss Natur- und Heimatschutzgesetz, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte. Ein Grossaquarium sei nicht zeitgemäss, laute das Hauptargument. Als Gegenprojekt hatte die Fondation Franz Weber 2014 die «Vision Nemo» lanciert; ein Multimedia-Fenster zum Ozean.

Die Einsprachen haben gemäss BD derzeit keinen Einfluss auf den Zeitplan. Die Argumente der Einsprechenden würden in den Ratschlag zu Handen des Grossen Rates einfliessen. Die Vorlage soll im Sommer von der Regierung verabschiedet und noch vor Jahresende im Parlament behandelt werden, das auch über die Einsprachen bestimmt.

Frühester Baubeginn 2019

Der Bebauungsplan basiert auf dem Projektvorschlag «Seacliff» der Zürcher Boltshauser Architekten, die 2014 den Wettbewerb gewonnen haben. Für den Bau braucht es unter anderem eine Zonenänderung und eine neue Bau- und Strassenlinienführung. Der überwiegende Teil des Ozeaniums soll unterirdisch realisiert werden. Frühester Baubeginn wäre Mitte 2019. Die Eröffnung ist derzeit für 2023 geplant.

Für die Realisierung des 100-Millionen-Franken-Projekts hat der Zoo inklusive Eigenmittel gemäss eigenen Angaben 52 Millionen Franken mobilisiert. Sowohl für den Bau wie auch für den Betrieb des Ozeaniums will der Zoo keine staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen.

«Einblick in die Welt der Ozeane»

Das Ozeanium soll dem Publikum anhand von Themenaquarien einen Einblick in die Welt der Ozeane bieten und es für Umweltfragen sensibilisieren. Die Besucher sollen auf einem Rundgang von Basel aus entlang den Meeresströmungen die Tierwelt der Ozeane entdecken.

Aquarien sollen etwa die Gezeitenströmungen oder die Probleme des Mittelmeeres thematisieren. Zudem sind den Schwarmfischen und den Räubern im Meer eigene Becken gewidmet. 8,5 Meter hoch soll ein Becken zum Thema «offener Ozean» werden. (las/sda)

Erstellt: 14.03.2016, 12:34 Uhr

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