Der Basler «Strand» wird ausgebaut

Nebst den Badegästen profitiert auch die Natur vom Ausbau der «Strandfläche». Die Kosten für die Aufschüttung werden sich auf rund zwei Millionen Franken belaufen.

Der «Strand» gilt als beliebtester Aufenthaltsort der Basler während der heissen Sommermonate. Künftig wird dieser mehr Platz für seine Gäste bieten können.

Der «Strand» gilt als beliebtester Aufenthaltsort der Basler während der heissen Sommermonate. Künftig wird dieser mehr Platz für seine Gäste bieten können. Bild: Dominik Plüss

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Der Strandsommer wirft in Basel seine Schatten voraus: Ab Juli werden die Kiesbänke am Schaffhauserrheinweg verbreitert, wie das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) am Donnerstag mitteilte. Das Material stammt aus der Schifffahrtsrinne, die tiefer gelegt wird.

Gemäss BVD profitieren nicht nur badende Zweibeiner von der neuen nautischen Infrastruktur, sondern auch Wasserlebewesen, und dies ganzjährig. Die im vergangenen Jahr angekündigten Kiesaufschüttungen werden mit Buhnen vor dem Wegschwemmen durch Hochwasser gesichert, was vielfältige Lebensräume samt Fischlaichplätzen schaffen soll.

Konkret sollen rund 25'000 Kubikmeter Kies den Frachtern und Linienschiffen aus dem Weg geräumt und am Ufer platziert werden. Teils wird der «Strand» so zwei bis vier Meter breiter als bisher - je nach Pegel -, und beim Tinguely-Museum entfällt eine Stufe beim beliebten Startplatz der Rheinschwimmer.

Bis im Frühling 2019 sollen die Kiesbewegungen abgeschlossen sein, wenn das der Rhein zulässt. Auch auf Grossbasler Seite sind kleinere Aufschüttungen geplant, unter anderem beim Badhaus Breite. Gebaggert wird von einem Floss aus in Etappen. Schifffahrt, Fährbetrieb und Schwimmende sollen möglichst wenig gestört werden.

Strand hilft Schifffahrt sparen

Die Kosten beziffert das BVD auf rund zwei Millionen Franken. Dank dem Kies, den die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH, sie gehören beiden Basel) gleich nebenan in der Rinne besorgen, spare man 15 Prozent, rund 300'000 Franken. Ein BVD-Sprecher sprach von einer «win-win-Situation». Die Baubewilligung liegt seit September vor. Müssten die SRH den Kies entsorgen, wären ihre Kosten wohl einiges höher. Für Material aus einem Gewässer gelten zudem diverse Auflagen; in diesem Fall dürfte zum Beispiel der Rheingrund wegen invasiven Muscheln nicht über die Birsfelder Staumauer bugsiert werden, wie der Sprecher weiter sagte.

Die Schifffahrtsrinne ist nicht greifbar wie eine Bahnschiene, sondern ein virtuelles Sicherheitskonstrukt nach Bundesvorgaben über dem unebenen Relief des Flussgrundes. Erhebungen will man konkret bis zu 30 Zentimeter sachte abfräsen, damit Frachter auch bei niedrigem Pegel voll beladen fahren können. Künftig sollen so durchgehend 3,50 statt 3,20 Meter Abladetiefe bereit stehen. (rvr/sda)

Erstellt: 08.03.2018, 17:08 Uhr

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