Es gibt keinen Spitzenjahrgang

An der Herbstmesse läuft es für Bahnbetreiber und Standbesitzer gut, aber nicht hervorragend. Wir haben uns umgehört.

«Das Wetter stimmt zwar, die Leute kommen trotzdem nicht». Auf Stimmenfang an der Herbstmesse. Video: Mischa Hauswirth

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Hin und wieder gab es prächtige Tage voll Sonnenschein, so wie gestern zum Beispiel. Aber eben nur hin und wieder. «Wir haben am ersten Messewochenende nicht so gut starten können, weil uns das Wetter im Stich gelassen hat», sagt Cord Grüning vom Oscar-Bruch-Riesenrad auf dem Münsterplatz. Das Basler Publikum sei aber sehr geduldig und komme trotzdem, und es gebe viele Touristen. Das Wetter beeinflusse das Geschäft weniger stark, da die Riesenradgondeln geschlossen seien und auch bei Regen benützt werden könnten, so Grüning.

Auf dem Barfüsserplatz verkauft die Eiche-Metzgerei ihre Würste und andere Spezialitäten vom Grill. Es laufe an der diesjährigen Messe so wie erwartet, sagt Nathalie Mernica-Eiche von der Eiche-Metzgerei. Der Umsatz bleibe unter jenem des vergangenen Jahres. Sie sieht nicht nur das Wetter als Problem. «Das Wetter stimmt zwar, die Leute kommen trotzdem nicht», sagt Mernica-Eiche.

Auf dem Petersplatz dreht die Resslirytti ihre Runden seit bald zwei Wochen ihre Runden. Auch Karussell-Betreiberin Bettina Roie stellt einen weniger grossen Andrang fest im vergleich zu anderen Jahren, doch auch sie mag das nicht nur im Zusammenhang mit dem Wetter sehen. «Die Leute überlegen sich heute schon mehr, wie sie ihr Geld ausgeben möchten. Viele haben weniger zur Verfügung als auch schon. Wir hören immer wieder, dass gesagt wird, wenn du das hier möchtest, kannst du das andere aber nicht auch noch haben», so Roie.

Marcel Eggers verkauft auf dem Münsterplatz Ballone und Spielzeug für die Kleinen. Auch er merkt, dass seine Umsätze wegen des Wetters einen Dämpfer erleiden mussten. «Wir können zufrieden sein, merken aber auch, dass die Leute zufrieden die Herbstmesse verlassen, das ist doch gut so.»

Gar nicht beklagen mag sich Stefan Suter, der mit seinem Zihlmann-Restaurant im Petersgraben Fondue und Chäsbängel anbietet. «Wir sind sehr zufrieden, obwohl wir wettermässig einen feuchten Start hatten. Unser Angebot kommt aber gut bei den Leuten an, und unsere Stammkunden bleiben uns treu», sagt Suter.

Für Sabine Horvath vom Basler Standortmarketing ist vor Ende bereits klar, dass die Herbstmesse 2018 keine Rekorde brechen wird. «Wenn wir im vergangenen Jahr sagen konnten, dass es aufgrund des Wetters eine schlechte Herbstmesse war, so können wir dieses Jahr sagen, dass es es kein Spitzenjahr wird, wie man es erwarten kann, wenn zwei Wochen lang die Sonne scheint.» (Basler Zeitung)

Erstellt: 07.11.2018, 17:18 Uhr

Artikel zum Thema

Mit Schirm, Historie und gelben Ballonen

Zum Auftakt der 548. Basler Herbstmesse gab es am Wochenende trübes und nasses Herbstwetter. Mehr...

S’Mässglöggli lüütet ii ...

Heute um 12 Uhr beginnt die Herbstmesse. Gestern richteten Buden- und Bahnbetreiber die letzten Dinge. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).

Kommentare

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Die Welt in Bildern

Explosive Abrüstung: An der Grenze zwischen Süd- und Nordkorea werden die Bewachungsposten abgebaut. (15. November 2018)
(Bild: Jung Yeon-je/Getty Images) Mehr...