Feuerwehr fängt Luchs ein – mitten in Basel

Eine junge Raubkatze hat sich aus dem Wald in die Stadt verirrt. Die Basler Feuerwehr hat den Luchs im Gundeli eingefangen.

Hier streunt ein Luchs durch die Delsbergerallee in Basel.
Leser-Reporter: Marie Peinado

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Als Marie Peinado am Mittwochabend einen Parkplatz in der Delsbergerallee in Basel suchte, staunte sie nicht schlecht: Ein Tier kreuzte ihren Weg, das so gar nicht in die Stadt gehört: ein Luchs! Sie stellte das Auto ab und folgte der scheuen Raubkatze. «Seine Gelassenheit fand ich ungewöhnlich, zumal er sich in einer ihm ungewöhnlichen Umgebung aufhalten musste,» sagte Peinado der BaZ. Sie fragte sich, ob möglicherweise jemand so ein Tier illegal gehalten hat und es dort ausgebüxt sein könnte. Dass sei allerdings nicht der Fall, heisst es auf Anfrage bei der Polizei, die die Geschichte bestätigt.

Hier entdeckt die Leserreporterin den Luchs:

Peinado folgte dem Tier weiter und entschied sich, die Feuerwehr anzurufen, die rund 10 Minuten später vor Ort war. In der Zwischenzeit überquerte die mittlerweile etwas nervös gewordene Katze die Dornacherstrasse. Im Schlepptau eine Reihe neugieriger Stadtbewohner, die sich über die nicht alltägliche Begegnung freuten.

Es war ein Jungtier

Dann habe ein Passant versucht, das Tier einzufangen, sagt Peinado. «Das kam beim Luchs aber nicht gut an. Er schlug zum ersten Mal mit dem kurzen Schwanz.» Kurz darauf haben es die Männer der Feuerwehr versucht. Keine leichte Aufgabe. Die Raubkatze sei dann einen offenen Hauseingang geschlüpft. «Nun war es ein Leichtes für die Feuerwehr, das Tier in einen Käfig zu sperren».

Nach Angaben von Peinado hat die Feuerwehr den Luchs in den Tierpark Lange Erlen gebracht. Dort leben noch weitere Artgenossen. Beim eingefangen Tier habe es sich um ein Jungtier gehandelt. Eine Tierärztin habe gegenüber der Leserreporterin gesagt, dass sie vermute, dass das Tier ungefähr im Juni 2016 geboren worden sein muss und möglicherweise seine Mutter verloren habe.

Die junge Raubkatze im Käfig:

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 16.11.2016, 21:47 Uhr

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