Grüne gegen neuen Kreisel

Am Basler Viertelkreis entsteht ein neuer Kreisel. Die Grünen lehnen das Projekt ab, weil Autofahrer dann weniger im Stau stehen.

Die Viertelkreis-Kreuzung soll eine neue Verkehrsführung und einen Kreisel erhalten.

Die Viertelkreis-Kreuzung soll eine neue Verkehrsführung und einen Kreisel erhalten. Bild: Google

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Neue Tramgleise, Werkleitungen und Strassenflächen sollen dem östlichen Rand des Basler Gundeldinger-Quartiers innerhalb von drei Jahren neue Verkehrsführungen und einen Kreisel am Viertelkreis bringen. Für das Projekt hat der Grosse Rat am Mittwoch 23 Millionen Franken bewilligt.

Gleise und Fahrbelag sowie Strom-, Gas-, Wasser, Telekomleitungen und Kanalisation sollen in der Gundeldingerstrasse zwischen Thiersteinerallee und Reinacherstrasse saniert werden. Gleich mitsaniert werden soll die Reinacherstrasse zwischen Bordeaux-Strasse und Jakobsbergerholzweg.

Konkret geplant ist ein grosser Kreisel mit Grünflächen und Bäumen beim Viertelkreis. Für Velos soll die Gundeldingerstrasse dort in Gegenrichtung geöffnet werden; zudem ist eine Velo-Lichtinsel vorgesehen. Auch die Tram- und Bushaltestellen werden angepasst und bundesrechtskonform behindertengerecht gemacht.

Tramverbindung zum Dreispitz

Die eigentliche grosse Viertelkreis-Kreuzung, wo der Verkehr heute per Lichtsignal geregelt wird, verliert laut Regierung beim Umbau zu einem Grosskreisel zwar Fahrbahnfläche, gewinnt aber einen besseren Anschluss zum Dreispitz-Areal. Und es habe dann Potenzial für eine allfällige künftige Tramverbindung zum Dreispitz via Leimgrubenweg.

Nur das Grüne Bündnis lehnte das Projekt ab: Es beschleunige den Motorverkehr statt ihn zu reduzieren, wie mit dem angenommenen Gegenvorschlag zur Städteinitiative zu erfüllen sei. Zudem koste es unnötigerweise einen Teil des Tram-Eigentrassees. Die beantragte Rückweisung scheiterte jedoch mit 65 gegen 21 Stimmen klar.

Kritik kam auch von rechts, wo unter dem Strich etwa 15 wegfallende Parkplätze moniert wurden. Befürworter verwiesen derweil auf greifbare Bundesmittel von bis gegen sechs Millionen Franken. Am Ende stimmte das Parlament dem Projekt mit 62 gegen 12 Stimmen bei 18 Enthaltungen zu. (amu/sda)

Erstellt: 11.01.2017, 17:24 Uhr

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