Invasive Fischart wird im Rhein bekämpft

Schwarzmeergrundeln bedrohen die einheimischen Fische im Rhein bei Basel. Der Bundesrat hat den Fremdling nun zur «invasiven Art» erklärt.

Explosionsartige Ausbreitung: Die Grundeln aus dem Schwarzen Meer – hier eine Schwarzmund-Grundel – erobern Lebensräume auf der halben Welt. Im Rhein bei Basel sind sie zum Problem geworden.

Explosionsartige Ausbreitung: Die Grundeln aus dem Schwarzen Meer – hier eine Schwarzmund-Grundel – erobern Lebensräume auf der halben Welt. Im Rhein bei Basel sind sie zum Problem geworden. Bild: Wikipedia

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Seit einigen Jahren verbreiteten sich im Rhein bei Basel invasive Fischarten aus dem Schwarzmeerraum, schreibt der Bundesrat im erläuternden Bericht. Wahrscheinlich seien die Grundeln als Larven mit grossen Transportschiffen eingeschleppt worden.

Die Schwarzmeergrundeln sind eine Konkurrenz für die einheimischen Arten. Besonders betroffen ist die Groppe. Aber auch Alet, Barben und Salmoniden seien bedroht, heisst es im Bericht. Die Fischfauna habe sich bereits stark verändert.

Aktive Verbreitung verboten

Fünf Arten von Schwarzmeergrundeln werden nun auf die Liste der invasiven gebietsfremden Arten gesetzt. Die Haltung dieser Grundeln in Teichanlagen oder Aquarien wird damit bewilligungspflichtig, und ihre aktive Verbreitung ist verboten. Zudem sollen die Kantone verpflichtet werden, Massnahmen gegen die weitere Ausbreitung der Schwarzmeergrundeln zu treffen.

An der Universität Basel (MGU) gibt es eine Grundelgruppe, die sich mit den Bioinvasoren im Rhein beschäftigt. (sda/-en)

Erstellt: 22.03.2017, 14:47 Uhr

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