Primarschule im Lysbüchel soll 7,7 Millionen kosten

Die Regierung möchte eine neue Primarschule auf dem früheren Areal der Coop Verteilzentrale in ein altes Lagerhaus einbauen.

Im Sommer 2020 soll das neue Schulhaus auf dem Lysbüchel-Areal bezugsbereit sein.

Im Sommer 2020 soll das neue Schulhaus auf dem Lysbüchel-Areal bezugsbereit sein.

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Das im Basler Industrieareal Lysbüchel geplante neue Primarschulhaus soll samt Umzug 7,7 Millionen Franken kosten. Die Regierung hat einen Kredit in dieser Höhe am Dienstag mit der Vorlage beim Grossen Rat beantragt.

Seit August werden zwölf Primarklassen in einem Provisorium auf der Voltamatte unterrichtet, weil die bestehenden Schulbauten zu wenig Platz haben für die steigende Schülerzahl. Die Regierung möchte eine neue Primarschule auf dem früheren Areal der Coop Verteilzentrale an der Elsässerstrasse in ein altes Lagerhaus einbauen.

Das Neu- respektive Umbauprojekt soll zwölf Primarklassen sowie einen Doppelkindergarten plus ergänzende Räumlichkeiten beherbergen, wie aus einer Regierungsmitteilung vom Dienstag hervorgeht. Die gross geplante Schulaula soll auch für Quartiernutzungen offen stehen.

Das umzunutzende Gebäude stammt aus den 1950er-Jahren. Für das Projekt ist eine Aufstockung geplant. Zwei Turnhallen sind in einem Nachbargebäude vorgesehen. Für eine Schulnutzung ist keine Umzonung nötig, wie es weiter hiess.

Parlament doppelt gefragt

Der Terminplan bleibt gemäss der Mitteilung unverändert: Rückbau und Grundausbau sollen im Mai 2018 beginnen. Der Schulhausbau soll ab kommendem Herbst folgen, sofern der Grosse Rat bis dann entschieden hat. Im Sommer 2020 soll das neue Schulhaus bezugsbereit sein. Würde das Schulbauprojekt abgelehnt, würde das Provisorium weiter genutzt.

Der Kanton hatte 2013 einen Teil des früheren Coop-Areals Lysbüchel erworben, darunter auch den für das Schulhausprojekt umzubauenden Altbau. Zusammen mit anderen Eigentümern wie der SBB will der Kanton das bisher reine Industrieareal unter dem Label VoltaNord für gemischte Nutzungen entwickeln.

Der Bebauungsplan für dieses Entwicklungsprojekt, das 2700 neue Arbeitsplätze und Wohnungen für bis zu 2000 Personen bringen soll, liegt seit Juli beim Grossen Rat. Einsprachen hatte die Regierung abgelehnt. Opposition kommt aus Gewerbekreisen, die Verdrängung und Verteuerung ihrer Aktivitäten befürchten, auch wegen Lärmkonflikten. (dou/sda)

Erstellt: 14.11.2017, 14:43 Uhr

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