Regierung will mehr Poller

Die Basler Innenstadt soll mit weiteren Pollern vor Autos geschützt werden.

Poller steigern laut Basler Regierung die Anziehungskraft der Kernzone.

Poller steigern laut Basler Regierung die Anziehungskraft der Kernzone. Bild: Dominik Plüss

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Die Basler Regierung ist zufrieden mit dem Funktionieren der bestehenden Poller-Pilotanlage am Spalenberg. Diese wurde Anfang 2016 errichtet und regelt die Zufahrt in die Kernzone der Innenstadt. Nun möchte der Regierungsrat sechs weitere Poller einrichten. Vorgesehen sind die Standorte Fischmarkt/Stadthausgasse, Freie Strasse, Rittergasse, Steinenvorstadt (zwei Anlagen) und Kasernenstrasse. Die Anlage am Spalenberg soll zudem «optimiert» werden, heisst es in einer Mitteilung der Regierung.

Für die Massnahmen beantragt die Regierung dem Grossen Rat Mittel in der Höhe von 2,4 Millionen Franken für den Bau der Anlagen. Die jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten belaufen sich auf 155‘000 Franken für alle sieben Anlagen.

Die Basler Regierung sieht in den Pollern ein Mittel, die Kantonspolizei zu entlasten, welche kontrollieren muss, ob Fahrzeuge berechtigt sind, die Kernzone zu befahren oder nicht. Zudem würden sie einen «Beitrag zur Gefahrenabwehr» leisten.

Für Touristen einfacher

In der Mitteilung hät die Reigerung zudem fest, dass das Verkehrskonzept Innenstadt «sich im Grundsatz bewährt hat und unverändert bleiben» soll. Die bisherigen Erfahrungen hätten aber gezeigt, dass das grundsätzliche Fahrverbot ab 11 Uhr mancherorts «überdurchschnittlich oft missachtet» wird. Hier sollen die neuen Poller Abhilfe schaffen. Das sei auch für Touristen besser, wie die Pilotanlage am Spalenberg gezeigt habe: Gerade auswärtige Besucherinnen und Besucher würden die Zufahrtsbeschränkung dank Pollern besser erkennen und einhalten.

Weniger Autos in der Innenstadt sei zudem gut fürs das Gewerbe, weiss die Regierung zu berichten. Dies weil im Zusammenspiel mit dem Gestaltungskonzept Innenstadt die Aufenthaltsqualität gestärkt und die Anziehungskraft der Kernzone als Wohnort gesteigert werde.

Erstellt: 10.04.2018, 14:45 Uhr

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