Schon wieder: Strom in Basel wird teurer

Basler müssen wegen der Annahme der Energiestrategie 2050 bereits im nächsten Jahr für den Strom tiefer in die Tasche greifen. Die Genossenschaft Elektra Baselland senkt hingegen per 2018 die Strompreise.

Um vier Prozent wird der Strom im nächsten Jahr in Basel teurer.

Um vier Prozent wird der Strom im nächsten Jahr in Basel teurer.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Für Kunden der Industriellen Werke Basel (IWB) wird der Strom 2018 erneut teurer. Die IWB erhöhen die Stromtarife gemäss aktueller Kalkulation um durchschnittlich 4,2 Prozent.

Die Basler Regierung hat die Änderung des Gebührentarifs der IWB am Dienstag genehmigt, wie sie mitteilte. Für Haushaltskunden entstehen nach Angaben der IWB je nach Stromverbrauch jährliche Mehrkosten von 20 bis 50 Franken. Industrie- und Gewerbekunden bezahlen rund 4,5 Prozent mehr.

In der Kalkulation sind gemäss IWB-Mitteilung auch die höheren Abgaben zur kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) berücksichtigt, die aufgrund der vom Volk angenommenen Energiestrategie 2050 per 2018 schweizweit gelten. Zudem werden die Netztarife ausgeglichen, die in jüngster Vergangenheit nicht kostendeckend gewesen seien. Auf bestehendem Niveau gehalten werden die Energiekosten.

Um einen noch stärkeren Anstieg der Stromkosten zu verhindern, ergreift das dem Kanton Basel-Stadt gehörende Unternehmen zudem erneut Massnahmen. Diese entlasten die Tarifkunden um insgesamt 7,4 Millionen Franken. Einerseits verwenden die IWB Rückstellungen, anderseits machen sie keine Kosten geltend, die regulatorisch zulässig wären.

EBL senkt Strompreis

Die Genossenschaft Elektra Baselland (EBL) senkt per 2018 die Strompreise. Die Auswirkungen für die Endkunden sind aufgrund der hängigen Umsetzung der Energiestrategie 2050 indes noch offen.

Die EBL senkt die Netznutzungspreise im Mittel um 1,8 Prozent, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Das Unternehmen verweist dabei auf ein im Jahr 2012 gestartetes Effizienzprogramm, das zu tieferen Kosten im Netzbetrieb führt. Zusammen mit einer «optimalen Beschaffung» ergebe sich per 2018 einen rund 1,13 Rappen pro Kilowattstunde günstigeren Strompreis.

Ob und wie stark Endkunden unter dem Strich von dieser Preissenkung profitieren, ist jedoch noch unklar, wie bei der EBL zu erfahren war. Dies hänge mit der Umsetzung der vom Volk angenommenen Energiestrategie 2050 zusammen. Dabei sind Anpassungen bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) vorgesehen. (amu/sda)

Erstellt: 22.08.2017, 16:17 Uhr

Artikel zum Thema

Umsetzung wird schwierig und teuer

Die Energiestrategie ist eine Richtungsänderung mit zahlreichen offenen Fragen – Antworten sind gefragt. Mehr...

Unter falschen Propheten

Kommentar Die Energiestrategie von Doris Leuthard schreibt vor, was auch Doris Leuthard nicht kennt: Die Zukunft. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von baz.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).

Kommentare

Blogs

Private View Kunst ist der neue Schweinebauch
Geldblog Lieber Finanzberater, drängeln gilt nicht
Sweet Home So geht Eleganz

Die Welt in Bildern

Wagemutig: Der 95-jährige Kriegsveteran Thomas Norwood landet nach einem Tandemsprung in Suffolk, Virginia, USA (15. Oktober 2017).
(Bild: Vicki Cronis-Nohe) Mehr...