Kein Lehrauftrag für Schutzbach

Die umstrittene Dozentin Franziska Schutzbach wird nicht mehr an der Universität Basel lehren.

Die Entscheidung, Franziska Schutzbach keinen weiteren Lehrauftrag zu erteilen, ist schon vor einiger Zeit gefällt worden.

Die Entscheidung, Franziska Schutzbach keinen weiteren Lehrauftrag zu erteilen, ist schon vor einiger Zeit gefällt worden. Bild: Youtube

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Den letzten Rückhalt der Uni hat die Genderwissenschaftlerin Franziska Schutzbach wohl letzte Woche verloren, als sich Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel, von Schutzbach öffentlich distanzierte. Zur Erinnerung: Die Dozentin am Zentrum Genderstudies hat auf ihrem privaten Blog zu einem Redeverbot und einem wirtschaftlichen Boykott gegenüber ihr unliebsamen Politikern aufgerufen.

Als die BaZ ihre demokratie-kritischen Äusserungen publik machte, gingen zahlreiche Beschwerden über Schutzbach bei der Uni-Leitung ein. Wie die BaZ weiss, haben sich Mitglieder des Universitätsrats eingeschaltet und bei der Rektorin interveniert. Diese soll sich daraufhin an den Dekan Walter Leimgruber von der Philosophisch-Historischen Fakultät gewandt haben. Das Zentrum Genderstudies ist seiner Fakultät angegliedert.

Auf Anfrage sagt Leimgruber, dass Schutzbach nicht weiter an der Universität lehren werde. Die Genderwissenschaftlerin habe einen befristeten Lehrauftrag inne, der Ende Januar auslaufe. «Frau Schutzbach hat für das nächste Semester keinen Lehrauftrag erhalten.» Sie wird also weder Seminare geben noch anderweitig im Auftrag der Uni Lehre betreiben.

«Keine Dozentin»

Die Entscheidung, Franziska Schutzbach keinen weiteren Lehrauftrag zu erteilen, sei aber schon vor einiger Zeit gefällt worden. Obwohl Schutzbach jeweils zwei Wochenstunden ihre Studentinnen und Studenten unterrichtet, schreibt Leimgruber, dass Schutzbach keine «Dozentin» sei, sondern lediglich eine «Lehrbeauftragte».

Doch ganz verlässt Schutzbach die Uni noch nicht. Die 38-Jährige gehört zu den fast 3000 Doktoranden und Doktorandinnen die zurzeit in Basel promovieren. Zudem ist die umstrittene Genderwissenschaftlerin weiterhin Mitglied der basel-städtischen Gleichstellungskommission unter der Leitung des Präsidialdepartements (PD).

Von Kommissionsmitgliedern wird erwartet, dass sie unter anderem «Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung in Gleichstellungsfragen» leisten und «private Aktivitäten im Bereich der Chancengleichheit von Frauen und Männern» durchführen.

Franziska Schutzbach würde die oben erwähnten Anforderungen an Kommissionsmitglieder in «hohem Masse erfüllen», schreibt das PD auf Anfrage. Das Departement hält weiter fest, dass Schutzbach für ihr Amt als «qualifiziert» einzustufen sei. Über die notwendige Qualifikation der Kommissionsmitglieder entscheidet aber normalerweise der Gesamtregierungsrat und nicht das PD. (Basler Zeitung)

Erstellt: 28.11.2017, 10:08 Uhr

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