Uni Basel spart

Die Universität Basel verzichtet für 2017 auf das ursprünglich budgetierte Defizit und ergreift Massnahmen, um acht Millionen Franken einzusparen.

Die Uni Basel kann doch sparen.

Die Uni Basel kann doch sparen. Bild: Christoph Stulz

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Nach dem Acht-Millionen-Defizit für das laufende Jahr hat die Universität Basel zunächst auch für 2017 mit einem Fehlbetrag in dieser Höhe gerechnet. Wegen des Spardrucks des Kantons Baselland ging die Uni aber über die Bücher. Jetzt präsentiert sie einen ausgeglichen Voranschlag.

Für das laufende Jahr war bei einem Aufwand von 538,6 Millionen ein Fehlbetrag von 8 Millionen Franken veranschlagt worden. Für 2017 ist nun ein Gesamtaufwand von 537,5 Millionen Franken budgetiert. Die Sparbemühungen schlagen also auch leicht auf die Budgetsumme durch.

Die Beiträge der öffentlichen Hand sollen derweil im kommenden Jahr leicht steigen, von 496,5 Millionen auf 499,6 Millionen Franken, wie die Universität am Dienstag mitteilte. Dazu tragen Basel-Stadt 32,5 (aktuell: 33,7) Prozent, Baselland 33,8 (33), der Bund 18,6 (18,1) und die restlichen Kantone 15,1 (15,2) Prozent bei.

Ursprünglich hatte die Uni auch für das kommende Jahr mit einem planerischen Defizit von 8 Millionen Franken gerechnet. Weil Baselland angekündigt hatte, per 2018 seinen Globalbeitrag 25 Millionen Franken zu senken, hat der Universitätsrat nun den Rotstift angesetzt. Das ausgeglichene Budget hat er am Montag verabschiedet.

Keine neuen strukturellen Ausgaben

Mit dem ausgeglichenen Budget werde auch das freie Eigenkapital der Uni nicht belastet. Zu den Sparbemühungen gehört, dass die Uni Basel bis zum Ende der Verhandlungen mit den beiden Trägerkantonen keine neuen Berufungsverfahren einleitet und keine neuen strukturellen Ausgaben tätigt, wie es weiter hiess.

Konkret werden 2017 mit dem Ausnutzen von Fluktuationen und Vakanzen zwei Millionen Franken gespart. Die Aufhebung des Instituts Urban and Landscape Studies bringt eine weitere Million. Im Betriebsbudget werden laut Communiqué zudem 600'000 Franken gespart, und auch das Investitionsbudget wird um eine halbe Million reduziert.

Mehreinnahmen sollen ferner die Immobilien generieren: Zusätzliche Erträge von 2,8 Millionen sollen bei den Bundessubventionen anfallen sowie 1,1 Millionen mit einer «planerischen Entnahme aus Overhead-Mitteln». (amu/sda)

Erstellt: 06.12.2016, 12:00 Uhr

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