Der günstigere iPad-Stift von Logitech im Test

Der Schweizer Zubehörspezialist hat einen eigenen Stift fürs iPad entwickelt. So schreibt und malt es sich damit.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Als Apple Ende März das neue iPad vorstellte, stand das neue Tablet natürlich im Zentrum des Interesses (Ein iPad Pro zum halben Preis).

Doch im Vorfeld der iPad-Bildungsoffensive wurde auch spekuliert, der Apfel-Konzern könnte den Preis des iPad-Stifts halbieren oder mindestens reduzieren.

Ein iPad für 380 Franken mag mit Mengen- und Bildungsrabatten noch knapp in ein Schulbudget passen. Aber wenn man dann noch den Stift für irgendwas leicht unter dem üblichen Preis von 109 Franken kaufen muss, wirds eng – von einer Tastatur ganz zu schweigen.

Neuer Stift statt Preisreduktion

Statt den Preis für den Apple-Stift zu senken, hat Apple an der Veranstaltung zusammen mit Logitech einen neuen Stift vorgestellt. Der Logitech-Crayon war vorerst nur für US-Schulen erhältlich. Doch nun gibt es ihn ganz bequem im Handel. Auch für Privatpersonen.

Umfrage

Nutzen Sie einen Tablet-Stift?






Bei Apple etwa kostet er 75 Franken. Ein stolzer Preis für einen Stift, aber ein ziemlich normaler für einen Tablet-Stift. Zum Vergleich: Microsoft verlangt für den Surface-Stift 109.95 Franken.

Schon an der Präsentation in Chicago fiel auf, dass der Logitech-Stift, obwohl er zusammen mit Apple entwickelt wurde (was auch immer das genau heissen mag), ein paar Sachen anders macht als Apples eigener Stift.

Alu statt Plastik

Während Apple auf einen langen, runden Plastikstift setzt, ist der Logitech im Profil ein leicht ovales Rechteck. Das hat den Vorteil, dass der Stift nicht so leicht davonrollt wie der Apple-Stift.

Auch beim Material geht Logitech andere Wege. Der Stift ist aus leicht aufgerautem Aluminium. Die Kappe und die Spitze sind aus orangem Plastik und Gummi.

Die grössten Unterschiede machen sich aber bei der Inbetriebnahme bemerkbar. Zum Laden muss man den Logitech-Stift nicht mehr unelegant in die Lightning-Buchse des iPads stecken. Man kann hinten bequem ein Lightning-Kabel einstecken.

Das ist praktisch, wenn man etwa zu Hause oder im Büro ein Kabel zur Hand hat. Unterwegs ist die Variante des Apple-Stifts praktischer.

Anders als der Apple-Stift gibts bei Logitech auch einen Power-Knopf. Damit kann man den Stift ein und ausschalten. Das hat den Vorteil, dass man ihn nicht vor jedem Einsatz wieder laden muss.

Stifte vertauschen

Und noch was: Der Stift muss nicht mit dem iPad über Bluetooth verbunden werden. Man schaltet ihn einfach ein, und es kann losgehen. Das ist praktisch für Schulen, wo mehrere Tablets und Stifte im Einsatz sind. Apples eigener Stift funktioniert nämlich immer nur mit dem Tablet, mit dem er gerade verbunden ist. Im Privatalltag ist das kein Problem. An Schulen oder im Büroalltag kann das schon mal mühsam sein, wenn man die Stifte vertauscht.

Bei all den Vorteilen wäre es erstaunlich, wenn sich nicht auch der eine oder andere Nachteil eingeschlichen hätte oder eingebaut wurde. Tatsächlich gibt es deren zwei.

Zum einen funktioniert der Logitech-Stift nur mit dem 2018er-iPad. Ältere iPads und auch Pro-Modelle harmonieren nicht mit dem Stift.

Zum anderen muss man auf unterschiedliche Druckstufen verzichten. Der Apple-Stift erkennt, wie fest man drückt. So kann man mal fein und mal fest malen. Beim Logitech-Stift gibts immer maximalen Druck.

Wenn man den Stift beim Malen leicht schräg hält, wird der Strich aber auch beim Logitech-Angebot breiter.

Gut in der Hand

Insgesamt liegt der Logitech-Stift sehr gut in der Hand. Dank dem Alu fühlt er sich hochwertiger an als das Pendant von Apple. Dank der leicht rechteckigen Form schreibt es sich damit sehr angenehm.

Dass der Akku des Logitech-Stifts mit sieben statt elf Stunden weniger ausdauernd ist als der des Apple-Stifts fiel im Alltagstest kein bisschen auf. Dank der Möglichkeit, den Stift ein- und auszuschalten, hielt der Akku gefühlt sogar länger.

Ein Problem des Apple-Stifts kann aber auch Logitech mit seiner Variante nicht aus der Welt schaffen. Da es am iPad keine Stifthalterung gibt, droht auch der Logitech-Stift bei der ersten Unachtsamkeit verloren zu gehen.

Fazit: Für Notizen und gelegentliche Skizzen ist der Logitech-Stift eine gute Wahl. Vorausgesetzt man hat das 2018er-iPad. Wer dagegen ein iPad Pro hat oder viel zeichnet und malt, fährt mit dem Apple-Stift besser. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.10.2018, 09:59 Uhr

Artikel zum Thema

Ein iPad Pro zum halben Preis?

Alltagstest Das neue Apple-Tablet kann fast alles, was das teurere Modell kann. baz.ch/Newsnet hat es im Alltag getestet. Mehr...

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Blogs

Tingler Gegen die Latzhose

History Reloaded Wie die Österreicher die Kernenergie versenkten

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Ein regelrechtes Inferno: Funken schiessen durch die kalifornische Kleinstadt Paradise. Im US-Bundesstaat wüten derzeit mehrere Waldbrände, die nur schwer unter Kontrolle zu bringen sind. (9. November 2018)
(Bild: Noah Berger/AP) Mehr...