Ein Facebook für Wein-Freunde

Die Gratis-App «Vivino Wine Scanner» verhilft nicht nur beim beim Weinkauf zum Durchblick. Wir haben den viel genutzten Wein-Gehilfen getestet.

Scannen, informieren, bewerten: Bis jetzt wurden gegen eine Million Weine von «Vivino» erfasst.

Scannen, informieren, bewerten: Bis jetzt wurden gegen eine Million Weine von «Vivino» erfasst.

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Logisch, auch beim Wein sind die inneren Werte entscheidend. Doch wie rückt man einer Neuentdeckung im Laden auf die Pelle? Etiketten helfen nur bei entsprechendem Vorwissen. Und spontan beim Grossverteiler eine Flasche entkorken – das gibt Hausverbot für den Trunkenbold.

Doch es gibt eine Hintertüre namens «Vivino». Eine Gratis-App (erhältlich im Apple Store) dank der man den Wein noch im Regal auf sein Innenleben durchleuchten kann: Etikett mit dem Handy fotografieren und innerhalb von Sekunden erhält man – bei gutem Empfang – einen umfassenden Steckbrief. Von Traubensorte über Servier-Tipps bis hin zum globalen Durchschnittspreis wird fast alles geliefert. Vorausgesetzt, der Tropfen wurde von «Vivino» oder deren Community erfasst. Bis jetzt sind das immerhin rund eine Million Weine.

Eine Überraschung zum Abschluss

Beim Testlauf durch die Weinabteilung eines Detailhändlers hat die App sieben von acht zufällig ausgesuchten Weinen aus aller Welt erkannt. Nur der Riesling-­Sylvaner der Sissacher Kellerei Buess fiel durch die Maschen. Was aber auch am schlechten Handybild liegen könnte, wie die App belehrt.

Wer nun noch immer ratlos vor dem Regal steht, kann sich am Herzstück der App orientieren: Den Bewertungen der Vivino-Nutzer. Beim Shiraz aus Australien gibts ganze 458 Ratings auf einer Sterne-Skala von 1 bis 5. Dazu 25 Degustations-Notizen, mit denen sich aktive Wein-Freaks in diesem Facebook für Wein-Liebhaber profilieren können. Natürlich können die Bewertungen auch empfohlen und kommentiert werden. So profitieren Laien und Kenner gleichermassen vom gesammelten Wissen.

Zurück von der Ladentour dann die Überraschung: Per Mail teilt das Vivino-Team mit, dass der Buess-Wein inzwischen manuell identifiziert werden konnte. Das hätte man nicht erwartet. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.09.2013, 00:53 Uhr

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