Schweizer Protest gegen das iPhone: Schon 4600 Unterschriften

Der Berner David Worni sammelt Unterschriften gegen die Autokorrektur des iPhone - der Erfolg ist überwältigend. Apple Schweiz nimmt's gelassen.

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«Auch Macfreaks wie wir haben bisweilen etwas zu meckern», heisst es auf der Homepage der Berner Designagentur Frühjahr, «so haben wir eine Online-Petition für das Abschalten der unbrauchbaren Auto-Korrektur des iPhones gestartet: www.please-let-us-disable-autocorrection-steve.com».

Nicht nur Schweizer ärgern sich

Konkret verlangt der Webdesigner David Worni von Apple-Chef Steve Jobs einen Ausschaltknopf für die Autokorrektur, die aus blau «bläu» und aus oder «öder» macht. Der 29-jährige Geschäftsführer ist offenbar nicht der einzige Schweizer, der sich darüber aufregt: Seit Dienstag Mittag hat sich die Anzahl Online-Proteste vervierfacht: 4600 Frauen und Männer haben die Petition bis heute Mittag unterschrieben. Darunter viele Holländer, Belgier, Spanier und Japaner. Das Feedback sei überwältigend, sagt David Worni. «Am Anfang habe ich gedacht, wenn hundert Unterschriften zusammenkommen, bin ich happy.»

«Natürlich nehmen wir die Kunden ernst»

Ob sich der amerikanische Konzern von der Kritik aus der kleinen Schweiz beeindrucken lässt? «Natürlich», sagt Andrea Brack von Apple Schweiz, «nimmt Apple Feedbacks und Anregungen von Kunden ernst». Konkret zum Wunsch von David Worni mag sich die Apple-Vertretung nicht äussern. «Es gibt immer Verbesserungspotenzial, bei allen Produkten.» Die Rückmeldungen würden aber zeigen, dass die Apple-Kunden mit dem iPhone zufrieden seien. Mit dieser Aussage gibt sich Worni nicht zufrieden. «Ich geh jedes mal an die Decke, wenn ich ein SMS schreibe: Die Autokorrektur für Schweizerdeutsch funktioniert einfach nicht richtig. Ich müsste das Handy hacken, um diese Funktion auszuschalten. Das kann es ja nicht sein.» Die Petition läuft noch bis Ende September. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.09.2008, 15:07 Uhr

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