Smartphones werden noch vielseitiger

Das Telekomunternehmen Swisscom forscht intensiv an neuen Produkten. Smartphones sollen dank biometrischen Daten künftig im E-Banking eingesetzt werden können.

Über das Internet auf das eigene Handy zugreifen. Die Swisscom spricht von Cloud-basierter Telefonie.

Über das Internet auf das eigene Handy zugreifen. Die Swisscom spricht von Cloud-basierter Telefonie. Bild: Swisscom/zvg

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Verbreitung von Smartphones stellt Telekomunternehmen wie die Swisscom vor neue Herausforderungen. Da mit den Smartphones immer mehr Dienste wie SMS, die Übertragung von Bildern und selbst die Telefonie gratis über das Internet abgerufen werden können, droht den Telekomanbietern der Verlust von wichtigen Einnahmequellen. Dieser Entwicklung will die Swisscom entgegentreten, indem sie selber bei neuen Innovationen im Internetbereich und bei der Datenübertragung eine entscheidende Rolle spielt. Gestern zeigte die Swisscom in Bern an ihrem Innovationstag, wo geforscht wird und welche neuen Anwendungen dadurch entstehen.

Biometrische Daten via Handy

Daten werden heute immer mehr direkt auf Smartphones übermittelt. Dadurch steigen die Anforderungen an Lösungen, die das sichere Übermitteln von Daten ermöglichen und das Smartphone vor unerlaubten Zugriffen schützen. Bei der Swisscom wurde nun beispielsweise eine Software für Smartphones entwickelt, mit der biometrische Daten überprüft werden können.

Konkret: Wird über das Smartphone auf ein E-Banking-System zugegriffen, kann die Authentifizierung über ein Bild erfolgen. Bevor also eine Zahlung ausgelöst werden kann, muss der Benutzer mit seinem Telefon von sich ein Bild machen. Die Software prüft dann, ob es sich um die im System hinterlegte und berechtigte Person handelt. Eine andere Möglichkeit ist, dass vor der Freigabe der Zahlung ein kurzer Text auf dem Handy abgelesen werden muss. Die Software überprüft dann, ob die Stimme mit jener Person übereinstimmt, die die Zahlung machen will. Wann die biometrische Authentifizierung von der Swisscom auf den Markt kommen soll, steht noch nicht fest.

Abheben: Mehr Sicherheit

Weiter arbeitet die Innovationsabteilung der Swisscom an Lösungen zur Erhöhung der Sicherheit beim Geldabheben am Bancomaten. Die meisten Smartphones verfügen heute über ein Navigationssatellitensystem (GPS). Das GPS könnte dank der Verknüpfung der SIM-Karte dafür sorgen, dass bei einem Bancomaten nur Geld abgehoben werden kann, wenn sich auch das Handy des Karteninhabers in unmittelbarer Nähe befindet. Wird jemandem also die Kreditkarte samt PIN gestohlen, bringt es dem Dieb nichts, wenn er nicht auch gleich das Handy mit gestohlen hat. Frauen, deren Handtasche gestohlen wird, sind so aber immer noch im Nachteil.

Handy wird überflüssig

Künftig wird es für Swisscom-Kunden möglich sein, über das Internet auf die Daten, die auf dem Handy gespeichert sind, zuzugreifen. Die Fachwelt spricht hier von Clouds (Wolken). Die Telefonie wird vom Telefon losgelöst. Gespräche und alle anderen Dienste können dadurch ohne Handy über den PC geführt werden. Vergisst jemand das Handy zu Hause, wird der Computer im Büro zum Handyersatz. (Berner Zeitung)

Erstellt: 23.11.2011, 15:49 Uhr

Swisscom kauft zu

Der Informatikspezialist Swisscom IT Services expandiert im Geschäft mit SAP-Unternehmenssoftware. Durch die Übernahme von zwei IT-Firmen steigt die Swisscom-Sparte zur Schweizer Nummer drei im SAP-Geschäft auf.

Über den Preis für den Kauf der EFP Group und der Cirrus Group sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte der Chef von Swisscom IT Services, Eros Fregonas, gestern in Bern. Man habe einen kleinen zweistelligen Millionenbetrag überwiesen. Die EFP und die Cirrus mit zusammen 130 Mitarbeitern und knapp 31 Millionen Franken Umsatz (2010) würden weitestgehend in die Swisscom IT Services integriert. Stellen würden keine abgebaut. Damit erweitert Swisscom IT Services ihr SAP-Geschäft auf 120 Millionen Franken und 420 Mitarbeiter.sda

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Kommentare

Blogs

Geldblog Wie der Depotcheck als Lockvogel dient

Mamablog Wie das Gymi-Kind Mamas Karriere bremst

Die Welt in Bildern

Schöner Lärm: Ein Flugzeug fliegt in der Nähe von Pfaffhausen vor dem Supermond durch. (20. Februar 2019)
(Bild: Leserbild: Peter Schwager aus Fällanden) Mehr...