Wo bleibt das randlose iPad?

Seit mehr als einem Jahr wird über ein rundum neues Apple-Tablet ohne Knopf spekuliert. Eine Einordnung.

Apple-Chef Tim Cook ist nächste Woche in Belgien und hat wohl keine Zeit, neue iPads vorzustellen. Eine Woche drauf siehts besser aus.

Apple-Chef Tim Cook ist nächste Woche in Belgien und hat wohl keine Zeit, neue iPads vorzustellen. Eine Woche drauf siehts besser aus. Bild: Reuters

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Was weiss man mit Sicherheit?
Wie immer bei Apple: Alles und doch nichts.

Was sagt denn die Gerüchteküche?
Da ist seit Monaten die Rede von zwei fast randlosen iPad-Pro-Modellen im iPhone-X-Design. Einem grossen und einem weniger grossen. Aber keinem Mini. Also mehr oder weniger die zwei Grössen, die es aktuell vom iPad Pro bereits gibt. Je nachdem, welchen Gerüchten man glaubt, bleiben die Gehäuse in etwa gleich gross und die Bildschirme werden mangels Rand und Knopf grösser. Oder die Bildschirme bleiben in etwa gleich und das Gehäuse drum rum wird mangels Rand und Knopf kleiner. Dass es gerade dazu viele Gerüchte und Spekulationen gibt, kommt nicht von ungefähr. Für Zubehörhersteller ist es matchentscheidend, die genauen Abmessungen von Apple-Geräten früh zu kennen, um rechtzeitig Hüllen, Tastaturen und Bildschirmschutzfolien anbieten zu können.

Was bringen die neuen iPads sonst noch für Neuigkeiten?
Da die neuen iPads keinen Home-Knopf und damit keinen Fingerabdrucksensor mehr haben werden, nutzen sie dieselbe Gesichtserkennung wie die neuen iPhones. Anders als bei den iPhones soll FaceID auf dem iPad aber nicht nur im Hochformat, sondern auch im Querformat funktionieren. Dass das mit nur einem Sensor geht, hat dieser Tage Huawei bewiesen. Das neue Mate 20 Pro lässt sich hoch und quer per Gesichtserkennung entsperren. Anders als die neuen iPhones oder das Mate soll es bei den neuen iPads aber keine unschöne Bildschirm-Aussparung (Notch) geben. Die Sensoren sollen im dünnen Rand um den Bildschirm Platz finden.

Dann ist die Rede noch von einem neuen Apple-Stift, einer neuen Tastatur-Hülle und von neuen Anschlüssen. So könnte der Anschluss für die Tastatur von der Kante auf die Rückseite wandern und – das wäre die grösste Überraschung von allen – der Lightning-Anschluss durch USB-C ersetzt werden.

Was nützt USB-C im iPad?
Die Abkehr von Apples proprietärem Kabel zum aufkommenden Standard, der übrigens bereits in den neuen Macbooks zum Einsatz kommt, wäre ein grosser Schritt für Apple. So könnte man vielerlei Zubehör direkt ans Tablet anschliessen. Die Rede ist von externen Monitoren. Aber auch Fotokameras oder externe Festplatten wären denkbar. Da es für all diese Geräte neue Schnittstellen bei iOS und damit die Erlaubnis von Apple braucht, werden kaum alle möglichen Geräte funktionieren. Auf eine USB-Maus sollte man daher besser mal nicht wetten.

Keine wilden Spekulationen?
USB-C fürs iPad ist noch nicht wild genug? Wie wäre es damit: Das neue Huawei-Handy kann bei Berührung auch andere Geräte drahtlos laden. Am Abend das iPhone zum Laden auf das iPad legen, das wäre schon was.

Wie stehts ums iPad Mini?
Obwohl das kleinste iPad immer noch treue Fans hat – manche von ihnen warten schon lange auf einen Nachfolger mit aktuellen Chips –, wäre es eine grosse Überraschung, wenn sich da noch was tun würde. Aktuell sieht es so aus, als wäre das Mini-Tablet nur noch im Sortiment, um Firmenkunden, die auf die kleine Grösse angewiesen sind, bei der Stange zu halten.

Wann stellt Apple die neuen iPads vor?
Seit es Gerüchte über ein iPhone ohne Home-Knopf gibt, gibt es auch Gerüchte über ein entsprechendes iPad. Manche erwarteten es diesen Frühling, andere im Sommer, und wieder andere gingen davon aus, dass es parallel zum iPhone XS vorgestellt würde. Nichts davon ist passiert. Nun wird ein iPad-Event Ende Oktober oder Anfang November herbeispekuliert. Nächste Woche ist unrealistisch, da Apple-Chef Tim Cook in Belgien an einer Datenschutzkonferenz der EU eine Rede hält. Zudem findet am Freitag, 26. Oktober der Verkaufsstart des iPhone XR statt. Da wäre ein iPad-Event so knapp davor nur im Weg.

Übernächste Woche (30./31. Oktober) wäre dagegen deutlich realistischer. Falls dem so ist, würde der Event wohl heute Donnerstag oder morgen Freitag angekündigt. Eine Woche später kommt wegen der Midterm-Wahlen in den USA kaum infrage. Und ab Mitte November wird es langsam knapp fürs lukrative Weihnachtsgeschäft. Es gibt aber noch eine andere Option: Apple wartet bis in den März. Mangels Konkurrenz fürs iPad Pro könnte sich der Konzern das sogar leisten.

Was werden die neuen iPads kosten?
Sicher nicht weniger als die aktuellen Pro-iPads. Da Apple im Frühjahr mit dem neuen iPad für aktuell 340 Franken in neue Niederungen der Preisskala vorgestossen ist (Ein iPad Pro zum halben Preis?), darf man sich nicht wundern, wenn es die neuen Pro-iPads dem iPhone X gleichtun und neue Preisrekorde aufstellen. (Redaktion Tamedia)

Erstellt: 18.10.2018, 13:36 Uhr

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