iPhone X: Eine erste Annäherung

Das neue Smartphone soll seiner Zeit voraus sein. Doch ist es das wirklich?

«Ein Quantensprung»: Digital-Redaktor Rafael Zeier gibt eine erste Einschätzung zum iPhone X. Video: Tamedia/Rafael Zeier

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«Wir sind der Konkurrenz fünf Jahre voraus», prahlte der Apple-Gründer und -Chef Steve Jobs 2007 bei der Präsentation des ersten iPhones. Rückwirkend muss man zugeben: Er hat recht behalten. Die völlig überrumpelte Konkurrenz brauchte ein halbes Jahrzehnt, um mit Apple gleichzuziehen. In den letzten Jahren lieferten sich die Geräte von Samsung (und anderen) und Apple ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Mit dem gestern vorgestellten iPhone X (ausgesprochen «ten» oder eben «zehn») will der Konzern wieder vorlegen. Es sei das Smartphone der Zukunft, versprach der Apple-Chef Tim Cook. Eine Reihe von Neuheiten soll sicherstellen, dass das iPhone X auch tatsächlich zum Smartphone der Zukunft werden kann.

Da ist zum einen der neue fast randlose Bildschirm, wie man ihn von Konkurrenten wie Samsung schon kennt. Obwohl der Bildschirm grösser ist als beim iPhone 7 Plus, fühlt sich das Gerät in der Hand deutlich kleiner an.

Damit erfüllt sich Apple einen lang gehegten Traum, ein Handy zu bauen, das fast nur noch aus Bildschirm besteht. Dieser Entwicklung fallen der Homeknopf und damit der Fingerabdruckscanner zum Opfer. Entsperrt wird das neue iPhone per Gesichtserkennung. Apple verspricht, diese funktioniere rasend schnell und lasse sich auch nicht von Fotos oder Masken austricksen.

Damit ändert sich auch die Bedienung grundlegend. Verschiedene Wischges­ten sollen den Knopf vergessen machen. Erste Versuche im Nachgang der Präsentation, die baz.ch/Newsnet auf Einladung besuchte, waren vielversprechend.

Das eigene Emoji

Die Gesichtserkennung nutzt Apple zusätzlich für eine lustige Spielerei. Man kann damit die eigenen Grimassen auf Emojis übertragen. Animoji nennt der Konzern das.

Besonders vielversprechend klingt die neue Doppelkamera. Erst mal sind beide Objektive optisch stabilisiert, was bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Resultate liefern sollte. Im ersten Test gefiel auch der neue Porträt-Modus. Der erlaubt es nun, verschiedene Lichtsituationen zu simulieren.

Ein Novum ist ausserdem die Möglichkeit, das Handy mit einer Ladematte drahtlos mit Strom zu versorgen. Apple nutzt dabei den offenen Qi-Standard, wie ihn zum Beispiel auch Ikea verbaut.

Das iPhone X gibts ab dem 3. November für 1199 Franken zu kaufen. Einen fünfjährigen Vorsprung auf die Konkurrenz, wie beim ersten iPhone, dürfte Apple das neue iPhone X allerdings kaum verschaffen. Aber die neuen Features, wie Wischsteuerung, Gesichtserkennung oder der verbesserte Porträt-Modus, dürften für die Konkurrenz in den nächsten Monaten und vielleicht sogar Jahren nicht leicht zu imitieren oder übertreffen sein.

Fast vergessen geht, dass Apple an der Präsentation auch das iPhone 8 und das iPhone 8 Plus vorgestellt hat. Diese zwei Handys sind Weiterentwicklungen der aktuellen 7ner-iPhones und kommen am 22. September in den Handel. Auch sie lassen sich drahtlos laden, müssen aber auf den frontfüllenden Bildschirm verzichten.

Apple hat auch eine neue Variante der Apple Watch vorgestellt: Sie kann neu selbstständig ins Handynetz. Swisscom und Sunrise planen noch für dieses Jahr entsprechende Angebote.

(baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.09.2017, 00:15 Uhr

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