Wie viel soll man der Zeitungsverträgerin zu Weihnachten geben?

Die Antwort auf eine Stilfrage zu Geldgeschenken für nette Dienstleister.

Menschen, die uns Gutes tun, will man manchmal einen Batzen geben.

Menschen, die uns Gutes tun, will man manchmal einen Batzen geben. Bild: Keystone

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In der Weihnachtszeit möchte man Personen, die sich übers Jahr im Hintergrund für einen nützlich machten, einen Batzen zukommen lassen. Sei es dem Zeitungsverträger, der in aller Früh bei Wind und Wetter unterwegs ist, der aufmerksamen Putzfrau oder dem «Surprise»-Verkäufer, dem wir nie eine Zeitung abkauften. Wie hoch soll diese finanzielle Zuwendung sein? B. R.

Lieber Herr R.,

Es hat hinter meinem Computer hervorgeraucht, Wolken stiegen da auf und vernebelten die Umgebung, derart brachte mich Ihre Frage ins Grübeln. Denn wie bei keinem anderen stilistischen Sujet gilt beim Geld: Es kommt darauf an. Das ist natürlich wahnsinnig langweilig, so als Antwort, aber es spielt halt schon eine grosse Rolle, wie es um die eigenen finanziellen Verhältnisse bestellt ist. Und auch, was man für einen Umgang mit dem Monetären pflegt – ob man eher vom grosszügigen oder vom gspäreligen Schlag ist: Was die einen als schmürzelig empfinden, nennen die anderen schon angeberisch. Und heute muss man ja stets damit rechnen, das Gegenüber trotz bester Absichten zu beleidigen; wenn der Mitmensch nur wegen irgendwas betupft sein kann!

Davon lassen wir uns hier in dieser unserer kleinen Rubrik indes nicht beirren und halten daher fest: Alles zwischen 10 und 50 Franken ist in Ordnung. Bei unbekannten Personen tendierte ich jetzt eher zu 20, bei jemandem aus dem näheren Umkreis zu 50 Franken.

Das Wichtigste: Stecken Sie das Geld in ein Couvert, schreiben Sie ein Kärtchen und überreichen Sie dazu Guetsli oder Pralinés; es macht die Geste vornehmer.

Senden Sie uns Ihre Fragen an gesellschaft@tagesanzeiger.ch

(Redaktion Tamedia)

Erstellt: 30.11.2018, 11:17 Uhr

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