Die Flop 7 der ersten WM-Woche

Ein Bodenturner, eine Bogenlampe und ein Duo, dem die Nerven versagen.

Des einen Freud ist des anderen Leid. Ein trauriger Anhänger des Irans nach dem Duell gegen Spanien.

Getty Images/Robbie Jay Barratt

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Die erste Woche der WM brachte Traumtore, einige Favoriten ins Straucheln und für die Schweiz einen verdienten Punkt gegen Brasilien. Doch wo es Höhepunkte gibt, dort gibt es auch Tiefpunkte. Einige Aktionen bleiben wegen Unvermögens der Beteiligten in Erinnerung.

Spaniens De Gea greift daneben

Cristiano Ronaldo schiesst flach aus rund 20 Metern. Der Ball fliegt direkt auf den spanischen Keeper. Doch was nach einer sicheren Beute für De Gea aussieht, landet im Netz. Es ist das 2:1 für Portugal. Die Begegnung endet nach einem späten Treffer Ronaldos 3:3.

Ganz viel Kraft und keine Präzision

In der Gruppe C trifft Peru am ersten Spieltag auf Dänemark. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte schaltet sich der Video-Assistent ein. Elfmeter für die Peruaner. Der Däne Poulsen hat Angreifer Cueva gefoult. Der Gefoulte schiesst selbst. Das Ergebnis bestätigt eine alte Fussballer-Weisheit.

Dem Superstar versagen die Nerven

Die Vizeweltmeister aus Argentinien treffen in ihrem Auftaktspiel auf die WM-Debütanten aus Island. Nach 64 Minuten steht es überraschend 1:1, als der Schiedsrichter auf Penalty für die Südamerikaner entscheidet. Messi übernimmt Verantwortung – und schiesst unplatziert halbhoch. Das ist nie gut, das lernt man schon bei den Junioren.

Sanchez verpasst den Rekord

Es waren erst zwei Minuten gespielt, man hatte es sich noch gar nicht richtig vor dem TV bequem gemacht, als Japan das erste Mal vor dem kolumbianischen Tor auftaucht. Der Flachschuss wird vom Goalie pariert. Dann blockt Carlos Sánchez Shinji Kagawas Nachschuss mit dem rechten Arm. Sanchez – der nicht Kolumbiens Torwart ist – fliegt mit Rot vom Platz und Kagawa verwandelt den fälligen Penalty zum 1:o. Die frühste Rote Karte der WM-Geschichte holte sich Jose Alberto Batista (Uruguay) gegen Schottland nach 54 Sekunden an der WM 1986 in Mexiko.

Krychowiaks Bogenlampe auf den Wiedergenesenen

Nach einer Stunde steht der Senegalese M'Baye Niang nach einer kurzen Behandlungspause an der Seitenlinie. Der Referee winkt ihn wieder aufs Feld. In diesem Moment spielt Polens Grzegorz Krychowiak einen unkontrollierten hohen Rückpass über den letzten polnischen Verteidiger hinweg. Niang schaltet am schnellsten und spitzelt den Ball zum 2:0 an Torhüter Wojciech Szcz?sny vorbei.

Al-Owais schlägt Luftlöcher im Fünfmeterraum

Am zweiten Spieltag der Gruppe A treffen die Saudis auf Uruguay. In der 22. Minuten schlägt Uruguays Carlos Sánchez einen Eckball von der linken Seite. Der Ball fliegt hoch in den Fünfmeterraum. Der saudische Torwart Mohammed Al-Owais läuft raus, fixiert den Ball und schlägt mit der linken Hand am Ball vorbei. Luis Suárez staubt aus vier Metern zum 1:0 ab.

Bodenturner ohne Hilfe von oben

Der Iran schlägt sich gegen die hochfavorisierten Spanier wacker. In der Nachspielzeit liegen die Iraner 0:1 hinten und drängen auf den Ausgleich. Auf Höhe der gegnerischen Strafraumgrenze erhalten sie einen Einwurf. Verteidiger Milad Mohammadi übernimmt die Aufgabe. Er schnappt sich den Ball, küsst ihn und schaut in den Himmel. Um mehr Schwung hinter den Ball zu bringen, macht er eine Vorwärtsrolle – doch dieses Kunststück geht gehörig daneben. (tzi)

Erstellt: 21.06.2018, 16:15 Uhr

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