Als Trump eine magische «Mauer» gegen Kometen verkaufte

Hellseherei im amerikanischen TV: Bereits 1958 sagte ein Mann namens Trump, er baue eine undurchdringliche Mauer.

Trump und die Mauer: Das gab es bereits 1958 in der TV-Serie TV-Serie «Trackdown».


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Es war eine Vorahnung des Kommenden, eine Prophezeiung und zugleich magischer Unsinn: Just da Donald Trump unbedingt seine «Mauer» bauen möchte und die Vereinigten Staaten damit erschüttert, gräbt der amerikanische Künstler Alex Hirsch eine längst vergessene Folge der TV-Serie «Trackdown» aus. Der Fernsehsender CBS strahlte die Episode mit dem Titel «Das Ende der Welt» 1958 aus – und beleuchtete darin das üble Treiben eines Schwindlers namens Trump, der einer kleinen Gemeinde in Texas magische Sonnenschirme als «Mauer» gegen einen vernichtenden Meteorschauer verkaufen möchte.

Die Gefahr hat Trump, «Doktor des Universums, Meister der Komentenwirtschaft und Student der Sternreaktionen», wie er sich stolz nennt, frei erfunden, die Kleinstädter aber glauben ihm. «Ich bin euer Mann! Nur ich! Ich kann um eure Häuser eine Mauer bauen, die undurchdringlich ist», prahlt Trump. «Was sollen wir tun? Wie sollen wir uns retten?», wird er gefragt. «Ihr fragt, wie ich diese Mauer baue? Ich werde es euch sagen», erwidert Trump. Der Retter aber naht bereits: «Sie sind ein Lügner, Trump», schleudert Hoby Gilman, ein Texas Ranger, dem Betrüger entgegen.

Ende gut, alles gut: Der Meteorschauer bleibt aus, der Sheriff der Gemeinde erschiesst Trump und die Bewohner erwachen aus ihrer Hysterie. «Es ist doch wirklich lustig, wie uns eine grosse Lüge in Kinder verwandeln kann», darf der Richter des Städtchens die Moral der Geschichte zusammenfassen, derweil Hoby Gilman gewiss in einen tollen texanischen Sonnenuntergang reitet, dem nächsten Abenteuer entgegen.

Heute würde Walter Trump, dieser Meister der Komentenwissenschaft, vielleicht magische Sonnenschirme am Rio Grande verkaufen. Um damit Horden von Migranten abzufangen. (Redaktion Tamedia)

Erstellt: 12.01.2019, 20:44 Uhr

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