Erika Burkart ist tot

Die erste und bisher einzige Trägerin des Grossen Preises der Schweizerischen Schillerstiftung starb am Mittwoch im Alter von 88 Jahren.

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Die verstorbene Aargauer Autorin Erika Burkart «war zweifellos die gegenwärtig charaktervollste lyrische Stimme der Schweiz», würdigte der Zürcher Literaturwissenschaftler Peter von Matt sie am Donnerstag. «In ihrer Literatur hat sie über Jahrzehnte hinweg eine Welt der Bilder und Gefühle geschaffen, die unvergleichlich ist», sagte er der Nachrichtenagentur SDA.

Sie sei eine «grosse Lyrikerin und Mythenschöpferin», lobte 2005 die Schweizerische Schillerstiftung, als sie Burkart als erster und bisher einziger Frau den mit 30'000 Franken dotierten Grossen Schillerpreis verlieh - die wichtigste Literaturauszeichnung der Schweiz.

Neben vielen anderen Preisen erhielt Burkart 2002 auch den höchstdotierten im deutschsprachigen Raum, den Joseph-Breitbach- Preis, mit einem Wert von damals umgerechnet über 50'000 Franken. Die Jury lobte sie als «Meisterin der Wahrnehmung und Dichterin einer Welt, die zu versinken droht und zugleich strahlend gegenwärtig ist».

Erika Burkart, in deren Naturgedichten häufig geisthafte Wesen - Elfen etwa als «Energien der Seele» - walteten, wurde von vielen als Romantikerin bezeichnet. Auch sie selbst qualifizierte ihr stetes Fragen «nach dem ausserzeitlichen/Meer im Tropfen/ dem zeitlichen Tropfen im Meer» als «unzeitgemäss». (phz/sda)

Erstellt: 15.04.2010, 11:38 Uhr

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