Mehr Kultur und Austausch im Gundeldingerfeld

Tanz, Theater und noch viel mehr soll im neuen Basler Kulturraum Bau 3 Platz finden.

Ein Raum für Kultur. Der Bau 3 an der Gundeldingerstrasse 192.

Ein Raum für Kultur. Der Bau 3 an der Gundeldingerstrasse 192. Bild: Attila Gaspar

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Am Freitagabend eröffnete im Gundeldingerfeld ein neuer Kulturraum. Mit Apéro, Führungen, Videoausschnitten und anschliessendem Fest wurde das neue «Zentrum für die freie Szene» eingeweiht. Im Bau 3, den ehemaligen Räumlichkeiten der Medien- und Theaterfalle unter Ruth Widmer, soll von nun an ein Ort für allerlei Kulturschaffende entstehen.

Im Quartier für das Quartier lautet dabei die Devise. Ziel des Vereins Bau 3 ist es nicht nur, mehr Kultur im Gundeldingerfeld aufleben zu lassen, sondern auch ein Zusammenspiel zwischen den Anwohnern und Anwohnerinnen des Quartiers und den Kulturschaffenden zu fördern. «Es ist uns wichtig, aufeinander einzugehen», sagt Sabine Schädler vom Verein Reactor, dem Nachfolgeverein der Medien- und Theaterfalle Basel. «Das Quartier hat Bedürfnisse und wir haben den Raum dafür», fügt sie an.

Offenheit und Atmosphäre

Damit ein solches Kulturzentrum entstehen kann, seien vor allem Offenheit und eine einladende Atmosphäre zentral. Ziel des Vereins Bau 3 sei es, den Raum für alle möglichen Bedürfnisse zugänglich zu machen. Darin sieht die Trägerschaft – die MIR Compagnie, das Theater Hände hoch, das Theater Süd und der Verein Reactor – auch den Unterschied zwischen dem Bau 3 und anderen Kulturräumen Basels. Im Bau 3 sind alle willkommen: Jung und Alt, Profis und Anfänger. «Der Bau 3 soll kein streng kuratiertes Programm haben. Hier finden neben Kreativen aus der freien Theater- und Tanzszene und Newcomern auch Privatanlässe und Feste ihren Platz», sagt Schädler.

So können Interessenten den 105 Quadratmeter grossen Raum beispielsweise zu einem Kostenpunkt von 850 Franken für eine Woche lang mieten. «In dieser Zeit kann ausprobiert, geprobt oder auch eine Aufführung organisiert werden», sagt Schädler. Zusätzlich werden im Bau 3 dauerhafte Büro-Arbeitsplätze vermietet, die ebenfalls dazu einladen sollen, die eigene Arbeit in einem kreativen Umfeld zu tätigen. «Unsere bisherigen Mieter profitieren vom regen Austausch, der hier stattfindet, und können die gegenseitigen Ressourcen nutzen. Es ist ein Geben und ein Nehmen», so Schädler.

Vorwissen und Kontakte

Die vierteilige Trägerschaft des Vereins Bau 3 verwaltet nicht nur, sondern bespielt den Raum auch selber – Andreas Schmidhauser vom Theater Süd bietet fortlaufende Kurse im Bereich der Theaterpädagogik an, andere Projekte der Trägerschaft sind bereits in Planung. «Wir profitieren besonders von unserem guten Netzwerk. Wir alle bringen aus unseren einzelnen Sparten viel Vorwissen und Kontakte mit», sagt Béatrice Goetz, Gründerin der MIR Compagnie, die sich auf urbane und zeitgenössische Tanz- und Theaterformen spezialisiert hat.

Die Vernetzung scheint bereits zu funktionieren: Finanziell unterstützt wird der Verein Bau 3 die ersten drei Jahre von der Christoph Merian Stiftung. Für den Eröffnungsanlass haben sich zahlreiche Personen aus verschiedenen Kulturbereichen der Stadt angemeldet. Es bleibt somit spannend, was der Verein Bau 3 in den kommenden Jahren auf die Beine stellt und welche neuen Kulturanlässe dort zu erwarten sind. (Basler Zeitung)

Erstellt: 06.03.2019, 12:06 Uhr

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