«Borat» will doch nicht Freddie sein

Es hätte seine erste Drama-Hauptrolle werden sollen. Nun steigt Sasha Baron Cohen überraschend aus der Freddie-Mercury-Biografie aus – wegen Differenzen mit Queen.

Hätte allein schon optisch gepasst: Sacha Baron Cohen (links) als Freddie Mercury.

Hätte allein schon optisch gepasst: Sacha Baron Cohen (links) als Freddie Mercury.

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Die Rolle des Freddie Mercury schien Sasha Baron Cohen auf den Leib geschneidert wie sein Badeanzug aus «Borat». Da ist die optische Ähnlichkeit – beide drahtig, beide dunkelhaarig, mal mit Schnauz, mal ohne. Dazu das Auftreten in der Öffentlichkeit: energiegeladen, exzentrisch. Als 2010 angekündigt wurde, dass der Comedian die Rocklegende in einem biografischen Spielfilm verkörpern würde, sahen manche schon die Oscar-Statue in seinen Händen glänzen. Voller Elan soll sich Sasha Baron Cohen ans Werk gemacht haben.

Und nun die Überraschung: Sasha Baron Cohen ist raus aus dem Projekt, wie das Filmportal Deadline.com berichtet. Demnach soll es kreative Differenzen mit den verbleibenden Queen-Mitgliedern Roger Taylor und Brian May gegeben haben. Diese wollten einen familienfreundlichen Film über Queen, Sacha Baron Cohen dagegen wollte Freddie Mercury und seine Homosexualität ins Zentrum setzen, nicht jugendfreie Szenen inklusive.

Nachfolger offen, Filmstart ebenfalls

Die Zusammenarbeit zwischen Queen und Sasha Baron Cohen soll schon früher nicht reibungslos abgelaufen sein. Unter anderem soll der Schauspieler Peter Morgan («Frost/Nixon») als Drehbuchautor und David Fincher («The Social Network» ) oder Tom Hopper («Les Misérables») als Regisseur vorgeschlagen haben. Die Bandmitglieder jedoch stellten sich quer. Sie haben zwar die Filmrechte verkauft, die kreative Kontrolle haben sie sich jedoch vorbehalten. Als Produzent sind unter anderem Robert De Niro und Jane Rosenthal mit von der Partie.

Wer Freddie Mercury nun anstelle von Sacha Baron Cohen spielen könnte, ist unklar. Ob das Filmprojekt überhaupt zustande kommt, ist ebenfalls fraglich. Der Film hätte 2014 in die Kinos kommen sollen.

(dj)

Erstellt: 23.07.2013, 15:09 Uhr

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