Die Party und das Filmvergnügen

Mehr Prominente, mehr Filme und auch mehr Geld: Das Zurich Film Festival hat einen weiteren Sprung gemacht. Nadja Schildknecht und Karl Spoerri gaben heute die Filme bekannt – Perlen inklusive.

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«Ein Fest fürs Kino – Ein Fest für Zürich» – so beschreibt sich das 8. Zurich Film Festival. An der heutigen Pressekonferenz in Zürich wurde deutlich, dass der Fokus auf das Happening gelegt wird: Zuerst sprach Nadja Schildknecht ausführlich über das reichhaltige Drumherum des Festivals und dann Karl Spoerri über das Programm.

«Das Festival hat sich einen grossen Schritt weiterentwickelt», sagte Schildknecht zu Beginn. Es gebe viel mehr Gäste als vergangenes Jahr, sagte Schildknecht, rund 350 und nicht nur 215. John Travolta, Susan Sarandon oder Richard Gere werden unter anderem erwartet. Dazu fänden 70 Kundenanlässe statt (vergangenes Jahr seien es noch 50 gewesen), und in der Stadt würden 100 zusätzliche Fahnen aufgestellt im Vergleich zu 2011. Es gibt mit dem Sihlcity-Areal ein zweites Zentrum neben dem Sechseläutenplatz, dazu verschiedene Randveranstaltungen wie Workshops für junge Filmschaffende, einen internationalen Filmmusikwettbewerb und natürlich die Award Night im Opernhaus. Preise werden an Richard Gere (Golden Icon Award), Jerry Weintraub (Career Achievement Award) und Tom Tykwer (A Tribute to...) verliehen.

Auch das Nachtleben komme nicht zu kurz, versprach Nadja Schildknecht. Wer wolle, könne bis 4 Uhr morgens tanzen. Ein solches Zusatzangebot verlangt auch ein höheres Budget: 5,7 Millionen Franken konnte das Team im Vergleich zu den 4,9 Millionen Franken zum vergangenen Jahr generieren. 80 Prozent werden aus der Privatwirtschaft gedeckt, die Subventionen betragen 510'000 Franken. Das erhöhte Budget erlaubt den Machern zudem, 16 Filme mehr zu zeigen als bei der 7. Ausgabe: total 111 Filme.

Goldene-Palme-Gewinner und John Travolta

Damit übergab Nadja Schildknecht Karl Spoerri das Wort. Der künstlerische Leiter streifte kurz das Programm. Eröffnet wird das 8. Zurich Film Festival von Oliver Stones «Savages», bei dem auch der Hauptdarsteller John Travolta anwesend sein wird. Nach 2007 und 2010 ist Stone zum dritten Mal in Zürich dabei. Die Ehre des Schlussfilms bekommt dieses Jahr François Ozon mit «Dans la maison». Einer der Höhepunkte des ZFF-Programms ist sicher Michael Haneke mit seinem Film «Amour», der in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Zu sehen sein werden auch «Arbitrage» von Nicholas Jarecki – mit Anwesenheit von Richard Gere und Susan Sarandon –, die beiden Europapremieren «The Sessions» von Ben Lewin und «Looper» von Rian Johnson oder Susanne Biers «Love Is All You Need».

Herzstück des Festivalprogramms bilden wie bisher die vier Wettbewerbe «Internationaler Spielfilm», «Internationaler Dokumentarfilm», «Deutschsprachiger Spielfilm» und «Deutschsprachiger Dokumentarfilm» mit ersten, zweiten und dritten Produktionen. An der Award Night am Samstag im Zürcher Opernhaus werden die mit je 20'000 Franken und einer Verleihförderung dotierten Goldenen Augen in den vier Wettbewerben vergeben. Dazu kommen der Critics Choice Award der Schweizer Filmkritik an den besten Spielfilm-Erstling sowie der Publikumspreis an den besten Wettbewerbsfilm. (dj)

Erstellt: 06.09.2012, 14:13 Uhr

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