US-Schauspieler Harry Dean Stanton ist tot

Er galt als einer der vielseitigsten Nebendarsteller des US-Films. Nun ist Harry Dean Stanton im Alter von 91 Jahren gestorben.

Friedlich eingeschlafen: Harry Dean Stanton ist 60 Jahre als Schauspieler aktiv gewesen. Hier erscheint er an einer Party zu Ehren von Oscarpreisträgerin Marion Cotillard in West Hollywood, Kalifornien. (4. Februar 2008)
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Friedlich eingeschlafen: Harry Dean Stanton ist 60 Jahre als Schauspieler aktiv gewesen. Hier erscheint er an einer Party zu Ehren von Oscarpreisträgerin Marion Cotillard in West Hollywood, Kalifornien. (4. Februar 2008) Personen Bild: AP Photo/Chris Pizzello/Keystone

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Der US-Schauspieler Harry Dean Stanton ist am Freitag im Alter von 91 Jahren gestorben. Er sei friedlich im Cedars-Sinai Krankenhaus in Los Angeles entschlafen, berichtete das Promi-Portal «TMZ».

Stanton begann seine Filmkarriere in den 50er-Jahren, zunächst mit Nebenrollen in Western. Im Laufe seines Lebens spielte er in rund 250 Filmen mit, häufig verkörperte er Aussenseiter und Gangster. Stantons dunkle Augen und sein vom Leben gezeichnetes Gesicht prädestinierten ihn für Rollen eines Anti-Helden. In Wenders' «Paris, Texas» von 1984 spielt er einen Vater, der an Gedächtnisverlust leidet und nach langem Herumirren in der Wüste zurück in die Stadt findet. Der Film gewann in Cannes die Goldene Palme.

«Definition der Coolness»

Daneben spielte Stanton viele Nebenrollen in Western und Mafia-Filmen. Auch Rollen in «Der Pate – Teil II» oder «Pretty in Pink» gehören zu seiner Biografie. Zudem gehörte er zum Cast von «Repo Man», «Cool Hand Luke», «Alien», «Wild at Heart» und «Twin Peaks». Über 60 Jahre war Stanton als Schauspieler aktiv – bis zuletzt. Seinen letzten Auftritt auf der Leindwand wird er im Film «Lucky» haben, der Ende des Monats in den US-Kinos startet.

Er arbeitete mit grossen Regisseuren wie Martin Scorsese und Francis Ford Coppola zusammen und war mit Schauspielern wie Jack Nicholson und Sean Penn befreundet. Auch für junge Menschen war er ein Idol. Die Schauspielerin Olivia Wilde schrieb auf Twitter: «Harry Dean Stanton war die Definition der Coolness.»

Stanton war auch ein talentierter Musiker, spielte Gitarre und sang. Über Jahre trat er mit The Harry Dean Stanton Band auf. Wie «TMZ» schreibt, war Stanton sein lebenlang Jungeselle.

(foa/sda)

Erstellt: 16.09.2017, 03:44 Uhr

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