Tonhalle-Orchester: David Zinman bleibt bis 2014

Mit 88 Konzerten und vielen «Bekenntnissen» geht die Tonhalle Zürich in die Saison 2010/2011. Die Verträge mit Chefdirigent David Zinman und Intendant Elmar Weingarten wurden bis 2014 verlängert.

Kontinuität in der Tonhalle: Der langjährige Chefdirigent David Zinman hat seinen Vertrag verlängert.

Kontinuität in der Tonhalle: Der langjährige Chefdirigent David Zinman hat seinen Vertrag verlängert. Bild: Keystone

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«Never change a winning team», sagte Peter Stüber, Präsident der Tonhalle-Gesellschaft, am Freitag vor den Medien. Es sei ihm eine grosse Freude, dass David Zinman, der Chefdirigent und künstlerische Gesamtleiter des Orchesters, sowie der Intenant Elmar Weingarten das Haus gemeinsam weitere vier Jahre leiten.

Als grosse Herausforderung bezeichnete Zinman, der 38 der 88 Konzerte dirigiert, die «Gurre-Lieder» von Arnold Schönberg, die er mit seinem Orchester und dem Orchestre de la Suisse Romande in Montreux und in Luzern aufführt. Ein weiteres Grossprojekt sei die CD-Einspielung der ersten und der beiden letzten Sinfonien von Franz Schubert. Die mittleren vier Sinfonien folgen 2011/2012.

Chorwerke als Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt im Programm sind die zahlreichen Chorwerke. Sechs Konzerte bestreitet das Tonhalle-Orchester allein mit dem Schweizer Kammerchor. Ein Höhepunkt dieser Zusammenarbeit sind die zwei Abende, an denen Zinman «Das Berliner Requiem» von Kurt Weill und das «Deutsche Requiem» von Johannes Brahms zusammenbringt. Weiter programmiert sind Bachs «Weihnachtsoratorium» (Leitung: Masaaki Suzuki) und Beethovens 9. Sinfonie (Kurt Masur).

Eröffnet wird die Saison am 4. September mit einem «Tag der offenen Tür». Als Besonderheit studiert David Zinman dann mit einem ad hoc zusammengesetzten «Liebhaber-Orchester» einige der «Slawischen Tänze» von Antonin Dvorák ein. Das daraus resultierende Konzert findet am 5. September statt.

Klassik und Moderne

Stücke von Bach, Mozart, Beethoven, Haydn, Schubert, Schumann und Vivaldi dominieren das Saisonprogramm zahlenmässig. Nicht zu kurz kommen aber auch moderne und zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten, wie Elmar Weingarten betonte. So kommt etwa in der Reihe «Wahlverwandtschaften - Literatur und Musik» ein neues Werk Isabel Mundry zur Uraufführung. Den Text dazu schreibt der Schriftsteller Peter Weber.

Neu ist die Reihe «Klassik hat Zukunft», die drei jüngere Dirigenten und eine Dirigentin vorstellt. Einer davon ist der 1974 in Basel geborene Simon Gaudenz. Wie er gibt auch die Chinesin Xian Zhang ihr Debüt beim Tonhalle-Orchester. Weitergeführt wird die Reihe «Dirigierende Komponisten - komponierende Dirigenten». Im Mittelpunkt steht hier der 1971 geborene Matthias Pintscher.

Geburtstagsfeier für Zinman

Ins Rampenlicht treten aber auch immer wieder junge Solistinnen und Solisten. Gilad Karni (Viola), Philippe Litzler (Trompete) und Thomas Grossenbacher (Violoncello) sind Mitglieder des Tonhalle- Orchesters. Sie werden sich im März 2011 mit Solokonzerten dem Publikum präsentieren. Grossenbacher spielt ein eigens für ihn geschriebenes Cellokonzert von David Philip Hefti.

Das saisonale Abschlusskonzert findet am 8. Juli 2011 statt. Gewidmet ist es dem Dirigenten David Zinman, der am Tag darauf 75 Jahre alt wird. Erwartet werden «viele musikalische Gratulanten», sagte Elmar Weingarten. Das Programm wird später bekannt gegeben.

Erstellt: 23.04.2010, 14:05 Uhr

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