Bündner Bildhauer Giuliano Pedretti verstorben

Der Engadiner Künstler war ein langjähriger Freund und Weggefährte Giacomettis. Ob der Tod im Zusammenhang mit dem Autounfall von letzter Woche steht, ist Gegenstand von Untersuchungen.

Todesursache noch Gegenstand der Untersuchung: Giuliano Pedretti.

Todesursache noch Gegenstand der Untersuchung: Giuliano Pedretti. Bild: Quelle: Südostschweiz

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Pedretti starb am Montag 87-jährig im Spital von Samedan GR. Ob sein Tod die Folge eines Verkehrsunfalls war, bei dem der Bildhauer am letzten Donnerstag von einem Auto angefahren worden war, ist Gegenstand von Untersuchungen.

Zur Abklärung der Frage, ob der Verunfallte eines natürlichen Todes oder an den Unfallfolgen starb, hat die Bündner Kantonspolizei ein rechtsmedizinisches Gutachten in Auftrag gegeben, wie sie der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage sagte.

Weggefährte Giacomettis

Giuliano Pedretti wurde am 23. Februar 1924 in Basel als Sohn des Malers Turo Pedretti geboren. Er studierte an der Kunstgewerbeschule Zürich und startete seine künstlerische Karriere mit Sgraffiti, in feuchten Putz geritzte Zeichnungen, die Bündner Hauswände schmücken. Eine Farbenblindheit verhinderte, dass er sich wie sein Bruder Gian der Malerei widmen konnte und verwies ihn aufs Dreidimensionale.

Giuliano Pedretti lernte schon als junger Student Alberto Giacometti kennen, der in Maloja sein Atelier hatte. Diese Begegnung prägte ihn massgeblich. Auf gemeinsamen Reisen nach Paris lernte Pedretti auch Braque, Miró, Calder und Balthus kennen. Ab 1943 arbeitete er in seinem Bildhauer-Atelier in Samedan. 1951 wurde es von einer Lawine zerstört und mit ihm Pedrettis ganzes Jugendwerk. 1953 richtete er sich ein Atelier in einem ehemaligen Hühnerstall in Celerina ein, in dem er bis zuletzt arbeitete. (omue/sda)

Erstellt: 11.01.2012, 13:20 Uhr

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