Beyeler kündigt für 2019 grosse Picasso-Schau an

Mit einer grossen Picasso-Schau sorgt die Fondation Beyeler für ein Kultur-Highlight im kommenden Jahr.

Pablo Picassos «Akt auf rotem Grund» stammt aus der der Rosa Periode des Künstlers.

Pablo Picassos «Akt auf rotem Grund» stammt aus der der Rosa Periode des Künstlers.

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«Der frühe Picasso - Blaue und Rosa Periode» sei die bisher ambitionierteste Ausstellung der Fondation Beyeler, sagte Direktor Sam Keller am Dienstag bei der Ankündigung vor den Medien. Zusammen mit Picasso-Enkelin Diana Widmaier Picasso stellten er und Kurator Raphaël Bouvier das Projekt nach mehrjähriger Vorarbeit vor.

Hochkarätig

In dieser Fülle würden Meisterwerke des frühen Picasso aus der Blauen und Rosa Periode (1901 bis 1906) erstmals in Europa gezeigt, sagte Keller. Durchgeführt wird die Ausstellung zusammen mit dem Musée national Picasso sowie dem Musée d'Orsay in Paris, in welchem sie in modifizierter Form schon diesen Herbst zu sehen ist.

Die Schau vereint rund 80 Gemälde und Skulpturen, die sonst nur selten den Weg als Leihgaben in Sonderausstellungen finden. Darunter sind etwa der «Arlequin accoudé» und ein Selbstporträt von 1901 oder «Femme à la chemise», «Acrobate et jeune arlequin», «Famille d'acrobates au singe» und «Arlequin assis sur fond rouge» von 1905.

Mit dabei sein dürfte zudem das Gemälde «Fillette à la corbeille fleurie» von 1905, das im Mai bei Christie's in New York für aufsehenerregende 115 Millionen US-Dollar den Besitzer wechselte. Mit dabei sind aber auch ein paar der sieben Werke, die vor gut 50 Jahren in die Sammlung des Kunstmuseums Basel gelangten.

Blau bis Rosa

Viele weitere kommen für die chronologisch aufgebaute Ausstellung hinzu. Thema ist das Bild des Menschen im Werk des jungen Pablo Picasso (1881-1973). Der Künstler pendelte in dieser zentralen Schaffensphase zwischen Barcelona und Paris, wobei berührende Werke um Leben, Liebe, Sexualität, Schicksal und Tod entstanden. Die Farbe Blau prägt die Jahre ab 1901, in welchen der Künstler Menschen am Rande der Gesellschaft, Melancholie und Einsamkeit ins Bild rückt. In der Rosa Periode um 1905 blickt er, nun etabliert in Paris, auf Gaukler, Akrobaten und Harlekine und deren Hoffnungen und Sehnsüchte, bevor sich 1907 der Kubismus entwickelt.

Die Werke dieser Jahre sind beim Publikum geschätzt. Für die Ausstellung werden sie aus namhaften Häusern in Europa, den USA, Kanada, Russland, China und Japan sowie aus Privatsammlungen zusammengetragen. Die Fondation Beyeler selbst besitzt als frühestes Picasso-Werk eine Studie zu den «Demoiselles d'Avignon» von 1907. (phz/sda)

Erstellt: 12.06.2018, 14:53 Uhr

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