Kunstmuseum Basel erhält Meisterwerke geschenkt

Eine Stiftung überlässt Bilder von Picasso, Klee und Co. der Öffentlichkeit. Der Versicherungswert der Schenkung beträgt über 20 Millionen Franken.

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Die Sammlung des Kunstmuseums Basel erhält wertvollen Zuwachs: Die Christoph Merian Stiftung (CMS) schenkt dem Kunstmuseum sieben Meisterwerke, darunter drei von Pablo Picasso. Der Versicherungswert der Schenkung beträgt über 20 Millionen Franken.

Geschenkt erhält das Kunstmuseum sieben Bilder von fünf der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Neben den drei Werken von Picasso umfasst die Schenkung je ein Gemälde von Alberto Giacometti, Paul Klee, Fernand Léger und Jean Dubuffet, wie das Kunstmuseum und die CMS am Dienstag bekannt gaben.

Die Bilder stammen aus einem Nachlass, den die CMS im vergangenen Jahr erhalten hatte. Das Basler Ehepaar Frank und Alma Probst-Lauber hatte die Stiftung als Alleinerbin eingesetzt und ihr sein Vermögen von 120 Millionen Franken überlassen - dies mit der Absicht, das in Basel erwirtschaftete Geld der Stadt Basel zu Gute kommen zu lassen.

Wunsch des Stifterpaars

Nun hat die Stiftungskommission der CMS beschlossen, sieben Meisterwerke aus dem Nachlass Probst dem Kunstmuseum und damit der Öffentlichkeit zukommen zu lassen. Nach Überzeugung der Stiftung entspricht sie mit dieser Schenkung dem Wunsch des Stifterpaars.

Alma Probst-Lauber habe die Kunst geliebt und auch viel davon verstanden, sagte Lukas Faesch, Präsident der Stiftungskommission der CMS, vor den Medien. Täglich habe sie oft während Stunden die Bilder betrachtet. Kurz vor ihrem Tod 2017 habe sie gesagt: «Machen Sie das Beste daraus». Ein Verkauf der Sammlung sei für die CMS nicht in Frage gekommen, sagte Faesch.

Von Ernst Beyeler erworben

Erworben hatte das Ehepaar die sieben Werke seinerzeit beim bekannten Basler Galeristen Ernst Beyeler. Ihr Versicherungswert wird auf 20,34 Millionen Franken beziffert. Die Bilder, die sich in einem ausgezeichneten Zustand befinden, ergänzen die Sammlung des Kunstmuseums laut Museumsdirektor Josef Helfenstein in geradezu magistraler Weise.

Das Kunstmuseum Basel verfügt über eine Sammlung von Weltruf, die zum grossen Teil Schenkungen zu verdanken ist. Werke der Klassischen Moderne wie jene des Ehepaars Probst-Lauber könne sich ein Museum heute kaum mehr leisten, sagte Helfenstein. Umso mehr habe die CMS eine «grossartige Entscheidung» getroffen.

Herzstück der Schenkung bilden die drei Werke auf Papier von Pablo Picasso. Dem grossformatigen Bild mit einer sitzenden Frau kommt laut dem Museum jedoch der Status eines Gemäldes zu. Das Basler Museums verfügt über mehr als 300 Arbeiten von Pablo Picasso. Vier Werke hatte dieser höchstpersönlich dem Kunstmuseum geschenkt. Die sieben bisher praktisch unbekannten Meisterwerke werden nun mit Mitteln der CMS wissenschaftlich aufgearbeitet. Die CMS wurde 1857 vom Basler Kaufmann und Agronomen Christoph Merian begründet. Gemäss dessen Testament sind die Aufgaben der CMS die «Linderung der Noth und des Unglückes» und «Förderung des Wohles der Menschen» in der Stadt Basel. (ms/sda)

Erstellt: 05.02.2019, 13:17 Uhr

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