Das Gegenteil Ihres Jobs

Sehnen Sie sich manchmal nach einem Beruf, der komplett anders ist als derjenige, den Sie haben? Mit einem Klick finden Sie den passenden.

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Die Sommerferien sind ja ein ziemlich guter Indikator dafür, ob man seinen Job noch so richtig super findet oder eher weniger. Auf Letzteres dürfte hindeuten, wenn man am Morgen des ersten Arbeitstages nach den Ferien so lustlos ist wie früher, als es an die Hausaufgaben oder ans Zähneputzen ging. Oder wenn man auf dem Weg zur Arbeit vom Ausbrechen träumt und von einem Job, der garantiert viel mehr Spass machen würde als der eigene. Förster zum Beispiel oder Regisseurin oder Fussballtrainer oder Tierpflegerin.

Oft hat dieser Job – zumindest in der Vorstellung – mit dem eigenen herzlich wenig gemein. Dass man von etwas träumt, das man nicht hat, wenn man unzufrieden ist, ist ja nicht abwegig. Brütet man den ganzen Tag über Zahlen und Statistiken, sehnt man sich in motivationslosen Momenten vielleicht nach einer Tätigkeit, bei der man so richtig anpacken kann. Ist man in seinem Job täglich von fordernden Kunden umgeben, gäbe man an gewissen Tagen viel für ein ruhiges Einzelbüro ohne Kontakt zur Aussenwelt.

Von der Primarlehrerin zur Landschaftsgärtnerin

Die «New York Times» hat passend dazu ein Tool entwickelt, eine Art Gegenteil-des-eigenen-Jobs-Generator. Man gibt dazu seinen Beruf in das Suchfeld ein (nur auf Englisch verfügbar), und im nächsten Moment erhält man denjenigen Beruf präsentiert, der sich möglichst stark vom eigenen unterscheidet.

Tippt man zum Beispiel Primarlehrerin ein, wird Landschaftsgärtnerin ausgespuckt. Das Gegenteil von Einzelhandelskaufmann ist Arzt, und wenn man als Architekt eine möglichst andersartige Arbeit sucht, dann wäre man als Fleischpacker in einem Schlachthof genau richtig.

Ein Physiker wird kaum je ein Model

Das klingt auf den ersten Blick nach einer zufälligen, absurden Spielerei. Die «New York Times» hat jedoch zahlreiche echte Jobprofile ausgewertet und jeweils die zehn wichtigsten Fähigkeiten in die Datenbank eingespeist sowie jene zehn Fähigkeiten, die für den betreffenden Beruf vergleichsweise am wenigsten vonnöten sind.

So müssen sich beispielsweise Primarlehrerinnen unter anderem im Bereich Lernstrategien und Stoffvermittlung besonders gut auskennen. Dafür ist die Fähigkeit, Maschinen zu steuern, so nebensächlich wie die Kraft im Oberkörper. Bei Landschaftsgärtnern wiederum zählen genau diese beiden Fähigkeiten zu den zehn wichtigsten Anforderungen. Die grössten Unterschiede bei den Anforderungsprofilen stellte die «New York Times» zwischen Physikern und Models fest.

Eine Fähigkeit, mehrere Möglichkeiten

Ein komplett anderer Job dürfte aber kaum mehr als eine Träumerei nach langen Ferien bleiben. Oder anders gesagt: Ein Cern-Physiker wird kaum spontan eine Karriere als Laufsteg-Model einschlagen können und umgekehrt. Es gibt aber auch Berufe, die sich zwar vermeintlich unterscheiden, die jedoch bei den wichtigsten Anforderungen starke Gemeinsamkeiten aufweisen.

Die Fähigkeit, andere beeinflussen und ihnen etwas verkaufen zu können, ist nicht nur für Serviceangestellte essenziell, sondern auch für Buchautoren oder Modedesigner. Ausgeprägte soziale Kompetenzen kommen sowohl Sozialarbeitern zugute als auch Psychologen. Wenn der Nach-Ferien-Blues also länger als eine Woche anhält, könnte es sich lohnen, nach Alternativen mit ähnlichen Anforderungen Ausschau zu halten, statt von einem komplett anderen Job zu träumen, der kaum in Reichweite ist. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.08.2017, 10:19 Uhr

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