Frauen, befreit eure Brüste!

Das Tragen von BHs erhöht das Krebsrisiko um mehr als die Hälfte, sagen Studien. Das klingt für einen Mann wie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Ein Hingucker: Die weibliche Brust ist immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit.

Ein Hingucker: Die weibliche Brust ist immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Bild: Keystone

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Ich möchte mich nicht einmischen in die Diskussion, ob Angelina Jolie mit ihrer halb-öffentlichen Brustentfernung Heldinnenstatus erreicht, den Schöpfungsgedanken modern interpretiert oder ignoriert oder einfach nur zu einem weltweiten Busenmassaker aufgerufen hat.

Trotz der Tragödie, dass ausgerechnet eine der schönsten und wohlgebautesten Frauen der Welt sich von ihren Brüsten trennte, trotz der Empathie für das individuelle Leid bleibt der Sachverhalt für Männer relativ simpel: Hauptsache, Titten. Diese vulgär-brachiale Sicht der Dinge mag jetzt die eine oder den andern entrüsten, aber es macht vielleicht Sinn, gesunde Brüste auf genetische Krebsindizien hin zu mastektomieren, für Wahrheiten jedoch trifft das nicht zu. Weil die weibliche Brust gerade derart im Fokus der Öffentlichkeit verhangen ist, möchte ich mich kurz der Welt der Büstenhalter annähern,weil der Büstenhalter offenbar ein Killer ist.

Weniger ist mehr

Nicht nur, wie ein Franzose unlängst in einer Studie dargelegt hat, dass das Tragen von BHs die Tendenz der Brusterschlaffung fördert und Frauen ohne BHs über straffere Boobies verfügen. Der Punkt ist, dass all diese Push-up-BHs, Wonderbras und so weiter offenbar derart Druck auf das Lymphsystem ausüben, dass dort keine Stoffwechselabbauprodukte sowie Giftstoffe ordentlich aus den Zellen entfernt werden, was das Krebsrisiko um mehr als die Hälfte erhöhen oder eben senken kann.

Frauen, die keinen BH tragen, erkranken so gut wie nie an Brustkrebs. Das klingt für einen Mann wie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Deshalb: Frauen, befreit eure Brüste. (Basler Zeitung)

Erstellt: 16.05.2013, 10:10 Uhr

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