Hamster rettet Welt

Was bewahrt uns vor der Klimakatastrophe? Der Beitrag zur Weltenrettung beginnt beim Klogang. Und natürlich bei der richtigen Wahl des Haustiers: Hamster statt Katze!

Kämpfer gegen schädliche Klimagase: «Der Mensch ist ein Tier und dumm», schimpfte Papst Franziskus kürzlich mit Blick auf die Kritiker der These einer menschenverschuldeten Erderhitzung.

Kämpfer gegen schädliche Klimagase: «Der Mensch ist ein Tier und dumm», schimpfte Papst Franziskus kürzlich mit Blick auf die Kritiker der These einer menschenverschuldeten Erderhitzung.

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«Das Ende ist nah», warnen die grünen Wetter-Schamanen, und nur eine sofortige Abkehr vom bisherigen verschwenderischen Lebensstil könne eine Klimakatastrophe noch verhindern. Wer dies ab­­strei­te, mache sich mitschuldig am zu erwartenden Tod von Millionen von Menschen. So dachte auch Richard Parncutt, ein Musikprofessor der Uni Graz, der messerscharf folgerte, dass «die Todesstrafe angemessen ist für einflussreiche Leugner der Erderwärmung». Nach Protesten musste er sich dafür entschuldigen. Aber, sagte er selbstbewusst, erschiene sein Beitrag erst 2050, «würde der Papst mich vielleicht sogar heiligsprechen».

Ausschliessen kann man dies nicht. Der aktuelle Inhaber des Heiligen Stuhls, Papst Franziskus, teilt die Abneigungen des ökodiktatorischen Musikprofessors. Franziskus hat zwar keine Truppen mehr, um sie gegen Ketzer loszuschicken, aber er kann diese verbal brandmarken. «Der Mensch ist ein Tier und dumm», schimpfte er kürzlich mit Blick auf die Kritiker der These einer menschenverschuldeten Erderhitzung.

Konstruktivere Vorschläge gegen den Klimatod lieferte hingegen eine Studie der schwedischen Universität Lund. Den ökologischen Fussabdruck verkleinern? Ganz einfach: weniger Kinder zur Welt bringen. Oder jener amerikanische Hersteller von Klopapier der Marke «Tube Free», das ohne die innere Kartonrolle auskommt. 17 Milliarden «Tubes» könnten damit jährlich gespart werden, wirbt der Unternehmer. Der Klogang als Beitrag zur Weltenrettung. Oder wie die Wahl der Haustiere. Professor Gregory S. Okin von der Universität Los Angeles hat nämlich berechnet, dass die für die Nahrung von Katzen und Hunde benötigte jährliche Energie umgerechnet einem Ausstoss von 64 Millionen Tonnen CO2 entspricht – ein Wert wie von 13,6 Millionen Autos. Okin empfiehlt einen Umstieg auf kleinere und herbivore Haustiere wie Hamster oder Reptilien – dem Klima zuliebe.

Der nachhaltigste Beitrag zur Klimarettung aber, wie der Polemiker Henryk M. Broder einmal geschrieben hat, wäre es, stellte der Mensch das Atmen ein. Nicht nur würden Milliarden von Tonnen weniger Treibhausgas in die Atmosphäre geblasen. Ebenso wäre sichergestellt, dass dieses «dumme Tier» Mensch auch künftig keinen Schaden mehr anrichten kann.



(Basler Zeitung)

Erstellt: 17.10.2017, 12:04 Uhr

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