1500 Polen sind in Italien verschollen

Die polnische Polizei sucht mit Hilfe der italienischen Behörden nach Polen, die seit dem Jahr 2000 in Italien verschwunden sind. Die Vermissten wurden offenbar Opfer krimineller Organisationen.

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In den letzten acht Jahren sind in Italien rund 1500 Menschen aus Polen verschwunden. Die italienischen Behörden gehen davon aus, dass die polnischen Staatsbürger zu Opfern mafiöser Organisationen geworden sind. Diese stehen im Verdacht, Immigranten auf den süditalienischen Feldern wie Sklaven auszubeuten. Die Liste der Verschollenen ist auf der Webseite der polnischen Polizei abrufbar, berichtete die Turiner Tageszeitung «La Stampa».

Dutzende von Polen seien in den vergangenen Jahren vor allem in der süditalienischen Region Apulien tot gefunden worden, hiess es. Viele Todesfälle wurden als Unfälle angezeigt, die Polizei vermutet jedoch, dass die Polen Opfer einer Racheaktion ihrer mafiöser Ausbeutung seien. Die meisten der Opfer waren mit dem Versprechen nach Italien gelockt worden, in der Landwirtschaft zu arbeiten.

Die Polizei geht davon aus, dass die Polen in die Maschen krimineller Organisationen geraten sind, die sich seit Jahren mit dem Handel illegaler Immigranten auf den Feldern Süditaliens bereichern. In Süditalien werden laut Schätzungen der Gewerkschaften über 40'000 Schwarzarbeiter beschäftigt, 10'000 davon sind Ausländer. Sie verdienen 20 Euro für zehn Stunden Arbeit auf den Feldern und leben in Baracken ohne Strom und Wasser. (vin/sda)

Erstellt: 22.11.2008, 16:42 Uhr

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