166 Kilometer auf dem offenen Meer

Zum zweiten Mal ist die US-Amerikanerin Diana Nyad in Havanna zu einem Weltrekordversuch gestartet: Die 62-Jährige will von Kuba nach Florida schwimmen. Doch schon kurz nach dem Start gab es Probleme.

Sei besser in Form, als beim ersten Versuch: Diana Nyad nach ihrem Start in Havanna. (23. September 2011)

Sei besser in Form, als beim ersten Versuch: Diana Nyad nach ihrem Start in Havanna. (23. September 2011) Bild: Keystone

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Die US-Marathonschwimmerin Diana Nyad hat einen neuen Versuch gestartet, von Kuba nach Florida zu schwimmen und dabei ihren eigenen Weltrekord zu brechen. Die 62-Jährige sprang am Freitagabend in den Hafen von Havanna, um die 166 Kilometer nach Florida durchzuschwimmen. Sie würde damit ihren vor 32 Jahren aufgestellten Rekord für die grösste je von einer Frau im offenen Meer geschwommene Distanz überbieten.

Über Twitter meldete ihr Team, dass Nyad bereits kurz nach dem Start von einer Qualle gestochen worden sei und sich mühsam aus den Tentakeln befreit habe. «Das war beängstigend», erklärte ihre Freundin Bonnie Stoll einem Tweet zufolge. «Aber Diana ist froh, dass es so früh passiert ist, während sie noch am stärksten ist.»

Die Schwimmerin hatte ihren vorherigen Versuch, von Kuba nach Florida zu schwimmen, im August auf halber Strecke wegen eines Asthma-Anfalls abgebrochen. «Ich weiss, dass ich frieren werde», sagte sie vor dem neuerlichen Versuch. «Ich weiss, dass ich auf alle möglichen Arten von Quallen treffen werde und dass die Nächte lang sein werden.» Geplant war, dass Nyad am frühen Montagmorgen die Küste von Florida erreicht.

In besserer Form als beim letzten Mal

Nach ihrem gescheiterten Versuch im vergangenen Monat hatte Nyad angekündigt, eine Wiederholung werde es nicht geben. Am Freitag erklärte sie lachend, man hätte ihr damals eben nicht glauben sollen. «Hört nicht auf Sportler, wenn sie sagen, es wäre vorbei», erklärte sie. Dieses Mal sei sie in besserer Form und auch besser vorbereitet.

Damit der Rekord Gültigkeit hat, darf Nyad, die ohne einen schützenden Haikäfig unterwegs ist, keines der Begleitboote berühren. Ihre Unterstützer dürfen ihr nur Nahrungsmittel, Wasser, Medikamente oder auch einen neuen Schwimmanzug reichen. (kpn/dapd)

Erstellt: 24.09.2011, 15:32 Uhr

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