Tödliche Hai-Attacke: Umweltschützer wollen den Grund dafür kennen

In Ägypten erlag eine Touristin den Folgen einer Hai-Attacke. Umweltschützer glauben zu wissen, weshalb es in jüngster Zeit immer wieder zu Hai-Angriffen im Roten Meer kam.

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Bei einem Hai-Angriff in Ägypten ist am Sonntag eine deutsche Touristin getötet worden. Die ältere Frau sei ihren Verletzungen erlegen, nachdem ihr ein Hai vor der Küste des beliebten Urlaubsorts Sharm al-Sheikh den Arm abgebissen habe, teilten die Behörden mit. «Es war auf jeden Fall eine Hai-Attacke», sagte Hescham Gabar, Leiter der ägyptischen Gesellschaft für Tauch- und Wassersport.

Bereits in der vergangenen Woche hatte wahrscheinlich ein Weissspitzen-Hochseehai im Roten Meer vier Touristen aus Russland und der Ukraine angegriffen und schwer verletzt. Daraufhin verhängten die Behörden zunächst ein Badeverbot für die Gewässer vor Sharm al-Sheikh.

Nach den Angriffen seien in der Nähe des beliebten Badeortes ein Makrelenhai und ein Weissspitzen-Hochseehai eingefangen worden, teilte das Umweltministerium mit. Die 150 und 250 Kilogramm schweren Haie seien in ein Naturschutzzentrum gebracht worden. Dort solle geprüft werden, ob sich Reste menschlicher Gebeine in ihren Mägen befänden.

Strände wieder freigegeben

Nachdem Taucher die Küste von Sharm al-Sheikh kontrolliert hatten, waren die Strände von den Behörden am Samstag wieder freigegeben worden. Das Umweltministerium ordnete jedoch verschärfte Sicherheitsmassnahmen an und verpflichtete die Tauchschulen der Region, die Gewässer nach Haien abzusuchen.

Umweltschützer gehen davon aus, dass die Überfischung des Roten Meers für die Hai-Angriffe verantwortlich ist. In Ägypten wird nun befürchtet, dass die Tourismus-Industrie des Landes unter der jüngsten Angriffsserie leiden könnte. Badeurlauber sorgen in Ägypten für rund 66 Prozent der Einnahmen im Tourismus.

(mrs/dapd)

Erstellt: 06.12.2010, 14:04 Uhr

(Video: Reuters )

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