Ermittlungen gegen Höckes linke Stalker

Gegen Aktivisten, die in der Nachbarschaft von AfD-Politiker Björn Höcke eine Kopie des Berliner Holocaust-Denkmals aufgebaut haben, wird wegen versuchter Nötigung ermittelt.

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Im Zusammenhang mit der Mahnmal-Aktion gegen den AfD-Politiker Björn Höcke ermittelt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen gegen Aktivisten vom «Zentrum für politische Schönheit». Geprüft werde ein Anfangsverdacht der versuchten Nötigung, sagte ein Sprecher der Justizbehörde am Montag. Zuvor habe es eine entsprechende Anzeige gegeben.

Hintergrund sind demnach Forderungen der Politaktivisten, Höcke solle vor dem Denkmal auf die Knie fallen, um zu verhindern, dass privaten Details von ihm veröffentlicht würden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde von Höcke selbst bisher keine Anzeige gestellt.

Die Politaktivisten des «Zentrums» hatten vergangene Woche vor dem Grundstück Höckes im thüringischen Eichsfeld 24 Betonstelen errichtet, die an das Holocaustmahnmal in Berlin erinnern sollen. Die Aktion bereiteten sie bereits nach der Dresdner Rede Höckes vor, in der der Thüringer AfD-Landes- und Fraktionschef den Berliner Erinnerungsort für die ermordeten Juden Europas im Januar als «Denkmal der Schande» bezeichnet hatte.

Die Gruppe mietete dafür verdeckt das an Höckes Besitz angrenzende Grundstück an und beobachteten den AfD-Politiker von dort aus. Es seien dabei «mehrere aufschlussreiche Dossiers» entstanden, hiess es.

Höcke beklagte am Wochenende auf einer Veranstaltung, seine Familie sei elf Monate lange überwacht worden. «Wer so etwas tut, ist in meinen Augen ein Terrorist», sagte er. Auf seiner Internetseite erklärte daraufhin das «Zentrum für politische Schönheit», da Höcke «unsere Einladung zum Frieden mit der Demokratie ausschlägt», werde von ihm nicht länger gefordert, dass er auf die Knie fallen und für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg aufrichtig um Vergebung bitten solle. «Unverbesserliche können auch wir nicht ändern», hiesst es. (amu/AFP)

Erstellt: 27.11.2017, 15:28 Uhr

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