Freiburg: Acht Festnahmen nach Gruppenvergewaltigung

Nach dem Besuch einer Disco wird eine 18-Jährige Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Mehrere Verdächtige sind Asylbewerber.

Die Frau soll von einem Mann ein Getränk in der Disco «Hans-Bunte» bekommen haben – möglicherweise wurde ihr darin ein Rauschmittel verabreicht. (Bild: Google Map)

Die Frau soll von einem Mann ein Getränk in der Disco «Hans-Bunte» bekommen haben – möglicherweise wurde ihr darin ein Rauschmittel verabreicht. (Bild: Google Map)

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Die Polizei in Freiburg im Breisgau (D) hat acht Männer unter dem dringenden Verdacht festgenommen, an der Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau beteiligt gewesen zu sein. Die acht Männer befänden sich in Untersuchungshaft, teilte die Polizei am Freitag mit.

Einer von ihnen habe die deutsche Staatsbürgerschaft, bei den anderen handele es sich um Syrer, die überwiegend in Asylbewerberunterkünften im Raum Freiburg lebten. Oberbürgermeister Martin Horn warnte vor der pauschalen Vorverurteilung Geflüchteter.

Ins Gebüsch gedrängt

Die Tat ereignete sich nach Polizeiangaben am 14. Oktober, als die 18-jährige Frau in Begleitung eines Mannes eine Disco verliess. Der Mann habe sie in einem Gebüsch sexuell bedrängt, anschliessend seien mehrere Männer hinzugekommen und hätten die Frau vergewaltigt.

Eine DNA-Probe habe die Ermittler nach wenigen Tagen zu einem der Verdächtigen geführt, in den Tagen danach seien weitere Verdächtige festgenommen worden. Fast alle seien polizeilich bereits in Erscheinung getreten.

OB Horn bestürzt

In der Stadt schlug die Tat hohe Wellen. Freiburgs parteiloser Bürgermeister Horn verurteilte sie als «abscheulich». Er warnte vor pauschalen Vorbehalten gegenüber Flüchtlingen: «Die meisten Menschen, die schutzsuchend zu uns gekommen sind, wollen gut und in Sicherheit in unserer Stadt leben», erklärte er.

Horn zeigte sich zugleich «bestürzt» darüber, dass unter den Tatverdächtigen Flüchtlinge seien. «Wir bieten diesen Schutz an, fordern aber auch klipp und klar, dass unsere Regeln und Gesetze von allen akzeptiert und eingehalten werden.» Kriminelles Handeln werde «nicht akzeptiert».

Die Polizei teilte mit, sie ermittle weiterhin intensiv. Die Beteiligung weiterer Täter sei nicht auszuschliessen. Erste Ermittlungen wiesen darauf hin, dass das Opfer durch «berauschende Mittel» beeinflusst gewesen sei.

Aussage des Vaters des mutmasslichen Täters

Wie die «Bild» schreibt, habe der Haupttäter die 18-Jährige in einem Club an der Hans-Bunte-Strasse kennengelernt. Er soll der jungen Frau eine Ecstasy-Tablette verkauft und danach Getränke ausgegeben haben. Die Ermittler gingen davon aus, dass sich bis zu 15 Männer während mehrerer Stunden an der Teenagerin vergangen haben.

Nach der Tat sei der Haupttäter in die Wohnung seiner Eltern zurückgekehrt. In einem Interview mit der «Bild» sagte der Vater des mutmasslichen Täters, dass sein Sohn immer wieder aggressiv gewesen sei und Ärger mit der Polizei gehabt habe.

Sein Sohn sei auch schon einmal verurteilt worden, weil er jemanden verletzt habe. «Wenn mein Sohn die Frau tatsächlich vergewaltigt hat, werde ich dafür sorgen, dass er nicht in Deutschland bleibt.» (nag/AFP)

Erstellt: 27.10.2018, 16:10 Uhr

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