Trump-Anhänger jagen Shia LaBeouf – mit CIA-Methoden

Eine Protestaktion des US-Schauspielers Shia LaBeouf mutierte zu einem Katz-und-Maus-Spiel mit Internet-Trollen.

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Niemals hat die Welt ein «Capture the Flag»-Spiel wie dieses gesehen, schreibt das australische Onlineportal «news.com.au». Wie sich Internet-Trolle mit Shia LaBeouf eine Katz-und-Maus-Jagd lieferten:

Die Protestaktion

«He will not divide us» – unter diesem Motto startete der Schauspieler und Komiker Shia LaBeouf am 20. Januar, an Trumps erstem Amtstag, einen Protest. Zuerst richtete er am New Yorker Museum of Moving Image eine Kamera ein und lud die Öffentlichkeit dazu ein, den Protestspruch «Er wird uns nicht entzweien» in die Kamera zu sagen.

LaBeouf wird verhaftet

Kurz darauf kam es immer wieder zu Gewalt. Trump-Hasser und Trump-Freunde gingen aufeinander los. Ständig musste die Polizei vor Ort sein. LaBeouf selber wurde im Januar verhaftet. Er soll einen Trump-Anhänger angegriffen haben – was im Videostream zu sehen war.

Das Ganze geriet ausser Kontrolle und LaBeouf begab sich mit seiner Aktion zum ersten Mal ins Exil nach Albuquerque, New Mexico. Dort installierte er die Kamera vor einem Theater.

La Beouf hängt's aus

Doch auch in Albuquerque kam es zu Vandalismus an der Kamera und auch hier gerieten Protestierende und Trump-Befürworter aneinander.

Der Transformers-Schauspieler beschloss, die Kamera irgendwo in der Pampa aufzustellen. Statt Leute filmte er eine Flagge mit dem Spruch. Doch er hattte nicht mit den Trollen der Website «4chan» gerechnet.

Die Trolle schalten sich ein

Auf der Website, auf der Bilder veröffentlicht und diskutiert werden, nahm das Drama seinen finalen Lauf.

CIA-Methode entlarvt Standort

Ein paar Internet-Trolle unter den 4chan-Mitgliedern machten es sich zur Mission, die Flagge aufzuspüren. Mit CIA-Methoden analysierten sie Fotos, die La Beouf gepostet hatte. Die Bilder werden dabei nach Farbe und Kontrast, nach dem Stand der Sonne und der Sterne abgecheckt.

Heisse Spur

Anhand der Orte, von denen LaBeouf die Bilder aufgenommen hatte, studierten die Trolle dessen Flugwege und schränkten den Radius des geheimen Orts immer mehr ein. Als der Schauspieler schliesslich bei einem Abendessen in Tennessee fotografiert wurde, war die Sache gelaufen.

Hupend ans Ziel

Die Trolle boten einen 4chan-Nutzer aus Tennessee auf, der mit seinem Auto in der Gegend, in der die Flagge vermutet wurde, hupend herumfuhr. Nur zwei Tage befand sich die Flagge an diesem Ort. Und tatsächlich; das Hupen war im Videostream zu hören.

Trump-Land wird ausgerufen

Die Online-Cracks stahlen die Fahne und hissten stattdessen einen Trump-Hut. Die Facebook-Gemeinde der «He will not devide us»-Bewegung war geschockt. Viele nehmen es inzwischen aber gelassen. Die Anti-Trump-Aktion habe «in einem Reality-Spiel für Trump-Unterstützer geendet», amüsiert sich ein Nutzer.

(oli)

Erstellt: 12.03.2017, 17:23 Uhr

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