US-Justiz fordert Todesstrafe für Charleston-Täter

Die Höchststrafe sei zwingend: Ein Jahr nachdem ein Mann neun Teilnehmer einer Bibelgruppe im US-Staat South Carolina erschoss, stellt das Justizministerium seine Forderungen.

Ihm werden Mord und Hassverbrechen vorgeworfen: Der Schütze von Charleston wird vor Gericht geführt. (Archivbild)

Ihm werden Mord und Hassverbrechen vorgeworfen: Der Schütze von Charleston wird vor Gericht geführt. (Archivbild) Bild: Grace Beahm/Keystone

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Rund ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf neun afroamerikanische Kirchengänger in Charleston will die US-Regierung die Todesstrafe für den mutmasslichen Täter fordern. Justizministerin Loretta Lynch sagte am Dienstag, die Art der vorgeworfenen Straftat sowie der daraus entstandene Schaden machten eine solche Entscheidung zwingend notwendig. Das Ministerium habe alle relevanten sachlichen und rechtlichen Aspekte dazu beleuchtet.

Der mutmassliche Schütze erschoss laut Angaben der Staatsanwaltschaft am 17. Juni 2015 neun Teilnehmer einer Bibelstunde in der Emanuel African Methodist Episcopal Church in Charleston im US-Staat South Carolina. Die Tat befeuerte eine landesweite Diskussion über die Beziehung zwischen Weissen und Schwarzen. Letztlich führte sie auch zu der Entfernung einer Konföderiertenflagge vom Gelände des Kongressgebäudes von South Carolina.

Dem Angeklagten werden vom US-Staat neunfacher Mord und vom Bund unter anderem Hassverbrechen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft von South Carolina hat bereits Pläne bekannt gegeben, die Todesstrafe zu beantragen. (chk/AP)

Erstellt: 25.05.2016, 04:45 Uhr

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