Wieder gehen Bäche über die Ufer

Für den Kanton Bern ist es definitiv ein Sommer zum Vergessen. Heftiger Regen in der Nacht sorgt erneut für Chaos auf Strasse und Schiene.

In Toffen ist die Gürbe über die Ufer getreten. Die Allmendstrasse ist zu einem Bach verkommen.
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In der Nacht auf Montag kam es zu heftigen Niederschlägen im Kanton Bern. Besonders stark getroffen wurden das Aare- und Gürbetal sowie das Gantrischgebiet. Infolge der Unwetter mussten dort mehrere Kantons- und Hauptstrassen gesperrt werden.

Zwischen Gerzensee bzw. Gelterfingen und Belp aber auch von Rümligen nach Mühledorf sind die Kantonsstrassen wegen Hochwasser nicht befahrbar. Auch ist die Hauptstrasse von Riggisberg nach Spiez sowie jene zwischen Schwarzenburg und Kirchenthurnen sind beiden Richtungen gesperrt. Auch die Strasse über den Gurnigelpass ist bei Sangernboden unterbrochen.

Die Leserbilder aus dem Gürbental:

Primär sei Wasser in Liegenschaften eingebrochen und Bäche über die Ufer geraten, wie eine Sprecherin der Polizei sagt. Die lokalen Feuerwehren stünden im Einsatz, die Lage habe sich allerding wieder beruhigt.

Im Gürbetaler Dorf Toffen trat die Gürbe über die Ufer und überschwemmte - zusammen mit Wasser aus den Dorfbächen - Keller und Strassen. In der Ebene neben dem Fluss bildete sich ein See.

Am Rand des Aaretals, bei Tägertschi, unterbrach die SBB vorsorglich den Betrieb auf der Bahnlinie Bern-Luzern und der Strecke der Berner S-Bahn-Linie 2. Ein Bach war über die Ufer getreten. Nach einer Stunde gab die SBB nach einer Kontrolle des Bahndamms die Geleise wieder frei.

Starker Regen und Windböen

«Nach anhaltender Föhnlage bewegte sich eine Kaltfront über die ganze Schweiz», sagt Adrina Müller von Meteonews. Ausgehend vom Jura durchstreifte sie die ganze Nordwestschweiz.

Dabei kam es lokal zu starken Schauern mit bis 40 Millimeter Niederschlag. Zu den Regenfällen gesellten sich auch teils kräftige Windböen, in Tierachern bei Thun wurden 51 Stundenkilometer registriert, so Müller.

Senden Sie uns Ihre Bilder vom Hochwasser an online@bernerzeitung.ch oder per MMS an 4488. (lub/sda)

Erstellt: 11.08.2014, 11:23 Uhr

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