Ali B. soll schon 21 Jahre alt sein

Der Tatverdächtige im Mordfall der 14-jährigen Susanna aus Mainz könnte bei der Tat älter gewesen sein als bisher angenommen.

B. hatte sich mit seinen Eltern und Geschwistern Anfang Juni in den Irak abgesetzt: Eine deutsche Sondereinheit begleitet Ali B. zum Helikopter in Wiesbaden. (10. Juni 2018)

B. hatte sich mit seinen Eltern und Geschwistern Anfang Juni in den Irak abgesetzt: Eine deutsche Sondereinheit begleitet Ali B. zum Helikopter in Wiesbaden. (10. Juni 2018) Bild: Hasan Bratic/AFP

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Im Mordfall der 14-jährigen Susanna aus Mainz könnte der tatverdächtige Ali B. zur Tatzeit bereits 21 Jahre alt gewesen sein. Das habe das irakische Generalkonsulat mitgeteilt, teilte die Staatsanwaltschaft im hessischen Wiesbaden am Dienstag mit. Den im Konsulat vorliegenden Unterlagen zufolge sei B. im März 1997 geboren.

Die Informationen stünden aber noch unter Vorbehalt, weil eine schriftliche Bestätigung des Namens und des Geburtsdatums durch das Konsulat noch nicht vorliege, erklärten die Ermittler. Sie waren nach eigenen Angaben am Montag zum «Informationsaustausch» mit Diplomaten des Heimatlands des Verdächtigen zusammengekommen.

Teilweise geständig

Das genaue Alter könnte juristisch wichtig sein, weil bis zum Ende des 21. Lebensjahrs ein Prozess nach dem Jugendstrafrecht infrage käme. Das ist allerdings nicht zwingend. Bei Verdächtigen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren ist dies nur eine Möglichkeit.

B. wird verdächtigt, Susanna aus Mainz vergewaltigt und getötet zu haben. Das Mädchen wurde mehr als zwei Wochen lang vermisst und am Mittwoch vergangener Woche in Wiesbaden tot aufgefunden. B. hatte sich mit seinen Eltern und Geschwistern Anfang Juni in den Irak abgesetzt. Dort wurde er von kurdischen Sicherheitskräften im Nordirak festgenommen und zurück nach Deutschland gebracht.

Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft. In Vernehmungen gestand er nach Angaben der Ermittler, das Mädchen getötet zu haben. Er bestritt demnach allerdings, Susanna auch vergewaltigt zu haben. (sep/AFP)

Erstellt: 12.06.2018, 13:07 Uhr

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