Angst vor spionierenden Eidechsen

Irans ehemaliger Armeechef ist überzeugt: Westliche Geheimdienste haben Reptilien zur Ausforschung von Atomanlagen verwendet.

Die Haut von Echsen kann «atomare Wellen anziehen», weiss Irans früherer Armeechef zu berichten.

Die Haut von Echsen kann «atomare Wellen anziehen», weiss Irans früherer Armeechef zu berichten. Bild: Keystone

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Im Iran stehen ausländische Journalisten, Wissenschaftler und Geschäftsleute schon lange unter Spionageverdacht - doch nun hat der frühere Armeechef des Landes eine neue Gefahr ausgemacht: Der Westen habe in der Vergangenheit Eidechsen und Chamäleons eingesetzt, die «atomare Wellen anziehen» könnten, behauptete Hassan Firusabadi am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Ilna. Mit dieser besonderen Eigenschaft hätten die vierbeinigen Kundschafter die Atomanlage des Landes ausforschen können.

Vor einigen Jahren seien bei Verdächtigen Eidechsen, Chamäleons und andere Wüstenreptilien gefunden worden, berichtete der Berater von Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei. Dabei habe sich erwiesen, dass die Haut der Tiere «atomare Wellen anziehen» konnte. Die strahlungsempfindlichen Tiere hätten daher als «atomare Spione» den Ort von Uranminen und anderen Atomanlagen ausfindig machen können, warnte der Ex-General.

Der Westen habe schon oft Touristen, Wissenschaftler oder Umweltschützer zur Spionage eingesetzt, sagte Firusabadi. Er war zuvor zum Tod des iranisch-kanadischen Umweltschützers Kavous Seyed Emami befragt worden, der sich laut den Behörden vergangene Woche in Haft das Leben nahm. Die Justiz verdächtigt ihn der Spionage. Seine Familie und Kollegen glauben nicht an einen Suizid und fordern eine Untersuchung. (amu/AFP)

Erstellt: 13.02.2018, 15:21 Uhr

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