Buben aus Trinidad verlassen Syrien mit Hilfe von Pink Floyd

Vor vier Jahren wurden sie von ihrem Vater, einem IS-Kämpfer, nach Syrien entführt. Jetzt konnten die beiden Kinder mit ihrer Mutter wieder vereint werden.

Bereit für die Abreise aus Syrien: Die Kinder und ihre Mutter in Begleitung einer NGO-Mitarbeiterin. (21. Januar 2019)

Bereit für die Abreise aus Syrien: Die Kinder und ihre Mutter in Begleitung einer NGO-Mitarbeiterin. (21. Januar 2019) Bild: Delil Souleiman/AFP

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Syrische Kurden haben zwei Jungen aus Trinidad und Tobago vier Jahre nach ihrer Entführung durch den eigenen Vater am Montag ihrer Mutter übergeben. «Die beiden Kinder wurden vor einigen Monaten aus der Gegend um Raka befreit», sagte Fener al-Kait von den teilautonomen kurdischen Behörden in Syrien. Das Wiedersehen wurde durch die finanzielle Unterstützung des Pink-Floyd-Gründers Roger Waters ermöglicht.

Der siebenjährige Ayyub und sein elfjähriger Bruder Mahmud seien im Juni 2014 von ihrem Vater aus Trinidad gekidnappt und ins «Kalifat» des sogenannten Islamischen Staates (IS) gebracht worden, erklärte Menschenrechtsanwalt Clive Stafford-Smith. Der Vater sei als IS-Kämpfer mit einer anderen Frau verheiratet gewesen, sagte al-Kait.

Forderung, ausländische Kämpfer zurückzuholen

Stafford-Smith sagte, er habe die Mutter der beiden ausfindig gemacht. Dann habe er mit Roger Waters, dem Gründer der berühmten Rockband Pink Floyd, gesprochen. «Er hat zugestimmt, für alles zu zahlen und hat die Mutter aus Trinidad eingeflogen», sagte der Anwalt.

Kurdisch geführte Truppen haben hunderte ausländische IS-Kämpfer festgesetzt und kümmern sich auch um deren mehr als 1200 Kinder und 500 Frauen. Die Kurden haben die Heimatländer wiederholt dazu aufgerufen, die Menschen zurückzuholen. In vielen westlichen Ländern trifft diese Forderung aber auf Ablehnung. (sep/sda)

Erstellt: 21.01.2019, 23:13 Uhr

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