Flüge gestrichen: Systemausfall am Flughafen Frankfurt

Eine Software ist am Flughafen Frankfurt ausgefallen. Mehr als 2600 Passagiere sind betroffen.

In Frankfurt sind mindestens 2'600 Reisende am Flughafen gestrandet.

In Frankfurt sind mindestens 2'600 Reisende am Flughafen gestrandet. Bild: Twitter

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Infolge eines mehr als achtstündigen Systemausfalls bei dem Flughafenbetreiber Fraport kam es am Mittwoch zu einer massiven Störung des Lufthansa Flugbetriebs am wichtigsten Lufthansa Drehkreuz Frankfurt, wie die Fluggesellschaft mitteilt.

Neben etlichen Verspätungen und verpassten Umsteigeverbindungen, musste die Fluggesellschaft bis zum Mittag insgesamt 23 Flüge streichen – allein davon waren mehr als 2'600 Fluggäste betroffen. Am Morgen musste die Anflugrate von normalerweise 58 auf 40 Flüge reduziert werden, um im manuellen Verfahren den Betrieb in zwangsläufig reduziertem Umfang aufrecht zu erhalten.

Zürich bleibt verschont

Swiss-Flüge seien von der Störung nicht betroffen, wie eine Sprecherin auf Anfrage von baz.ch/Newsnet sagt. Ob der Systemausfall Auswirkungen am Flughafen Zürich hat, konnte sie nicht sagen. Ein Blick auf die An- und Abflüge zeigt Flugausfälle von und nach Frankfurt. Diese sind laut Philipp Bircher, Mediensprecher des Flughafens Zürich, allerdings auf das Wetter zurückzuführen. Je zwei An- und Abflüge der Lufthansa sowie je ein An- und Abflug der Swiss seien annulliert. «Wir haben keine Annullationen aufgrund von Systemstörungen», sagt Bircher zu baz.ch/Newsnet.

In Zürich kommt es zu drei annullierten Flügen nach Frankfurt. (Grafik: zurich-airport.com)

Ebenso sind drei Flüge aus Frankfurt annulliert. Alle jedoch aufgrund des Wetters. (Grafik: zurich-airport.com)

Das von dem Totalausfall betroffene System der Fraport ist die für Lufthansa wichtigste IT-Komponente, um den reibungslosen Ablauf am grössten deutschen Flughafen zu gewährleisten. Es enthält praktisch alle essentiellen Informationen etwa über die jeweils aktuell situativ zugewiesene Position sämtlicher gelandeter Flüge. Darauf basiert wiederum die Disposition von Personal zur Bedienung der Fluggastbrücken, Betreuung der Gäste sowie der Gepäckabfertigung. All dies musste während des mehrstündigen Ausfalls manuell erfolgen. So musste Lufthansa beispielsweise ihre Cockpitcrews bitten, einzeln per Funk oder telefonisch ihre Ankunftsposition durchzugeben.

Harry Hohmeister, Mitglied des Vorstandes Deutsche Lufthansa AG und verantwortlich für das Hub-Management: «Der Systemausfall bei der Fraport hatte für unsere Kunden massive Auswirkungen. Dies bedauern wir sehr. Ich erwarte, dass das Fraport Management die offensichtlich vorhandenen Infrastrukturprobleme schnell in den Griff bekommt.»

(oli)

Erstellt: 16.05.2018, 16:24 Uhr

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