Fremde zahlen Mutter lebensrettende Operation

Eine Irin war verzweifelt: Sie konnte sich eine teure Operation nicht leisten. Dann änderte sich innerhalb von 12 Stunden alles.

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Zondra Meaney leidet an der seltenen Krankheit EDS. Schon als Mädchen hatte sie viel öfter blaue Flecken als andere Kinder und oft Migräne. Als sie 19 war, diagnostizierten die Ärzte die muskuläre Erkrankung.

Als sie 22-jährig war, kam ihr Sohn Carrick zur Welt. Ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends. Erst 2014, als die junge Mutter in einem Spital in London war, offiziell EDS diagnostiziert.

Ohne die Operation besteht ein ernstes Risiko für Meaneys Leben, da der Druck auf ihr Gehirn und ihren Rückenmark einen Schlaganfall und eine Lähmung verursachen kann. Doch ebenso grosse Sorgen bereitete Meaney ihr heute 10-jähriger Sohn. «Ich möchte Carrick aufziehen – bis er erwachsen wird», sagte sie dem irischen «Independent». «Er ist ein wundervoller, tapferer Junge und ich möchte für ihn da sein.»

Die Symptome können von Mensch zu Mensch stark variieren, was die Diagnose ausserordentlich schwierig macht. «In meinem Fall betrifft EDS meine Haut, Gelenke, Sehnen, Bänder, Darm und Blutgefässe», sagt Meaney. Wegen einer Deformation ihres Schädels drückte ein Teil ihres Gehirns auf das Rückenmark. «Es beeinflusst das Gefühl in meinen Beinen und verursacht starke Kopfschmerzen. Ich kann nur zwei Stunden aufrecht stehen.»

Nur einer von 100'000 Menschen leidet an EDS. Weil es in Irland keine Ärzte gibt, die auf die Krankheit spezialisiert sind, muss sich in Spanien einer Operation unterziehen. Kostenpunkt: Rund 120'000 Franken. Freunde und Familie brauchten Monate, um 26'000 Franken zu sammeln. Meaney war verzweifelt. Dazu kamen die Sorgen um Carrick.

«Wir sind überwältigt»

Ein Artikel über ihr Schicksal im «Independent» liess die Hoffnungen für die junge Mutter aufflammen. Innerhalb von gerade einmal zwölf Stunden sammelten hunderte Menschen rund 60'000 Franken.

«Die Spenden waren einfach unglaublich», sagt Meaney der irischen Zeitung. «Wir sind komplett überwältigt über die Güte und Grosszügigkeit der Menschen.» Die Irin hofft nun, dass das Spendenziel bald ganz erreicht wird. Dann kann sie sich der lebensrettenden Operation unterziehen und ihr grösster Wunsch geht in Erfüllung: Carrick grosszuziehen. «Ich glaube, das wünscht sich jede Mutter für ihr Kind – einfach für sie da zu sein.»

Es fühlte sich an wie ein Schlaganfall, als sie die Kontrolle über ihren linken Arm verlor und kaum noch reden konnte, sagt Meaney in einem Interview. Video: Youtube (oli)

Erstellt: 16.04.2018, 11:23 Uhr

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