Entführte Schweizerin ist wieder frei

Eine im Sudan im Oktober entführte Schweizerin wurde von sudanesischen Behörden befreit. Offenbar geht es ihr gut.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die im Sudan im Oktober entführte Schweizerin Margrit Schenkel ist wieder frei. Sudanesische Behörden hätten die 71-jährige Hilfswerkmitarbeiterin befreit, teilte der Vizegouverneur von Nord-Darfur, Mohamed Barima, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Barima sagte, die Frau sei bei guter Gesundheit, sie befinde sich in einem Hauptquartier der Sicherheitskräfte. Weitere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.

Die sudanesischen Behörden hatten zuvor erklärt, sie glaubten, die Schweizerin sei von einer kriminellen Bande in der Nähe ihrer Wohnung nahe der Stadt Al-Fashir im Norden Darfurs entführt worden.

Arbeitet mit UNO zusammen

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte am 8. Oktober bestätigt, es habe Kenntnis von dem Fall in dem von internen Konflikten erschütterten Land. Die Schweiz verlange die sofortige und bedingungslose Freilassung der Entführten.

Laut Berichten in sozialen Medien arbeitet die Frau für eine Schweizer Nichtregierungsorganisation, die sich um Kinder in Darfur kümmert. Die UNO-Koordinatorin für humanitäre Angelegenheiten, Marta Ruedas, hatte gesagt, die Schweizerin lebe seit vielen Jahren im Sudan. Sie arbeite nicht direkt für die UNO, aber bei vielen Gelegenheiten mit ihr zusammen.

Bürgerkriegsregion

Die Entführung der Schweizerin geschah in der westsudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur. Dort tobt ein Konflikt zwischen der sudanesischen Armee, mit ihr verbündeten Milizen und Rebellen. Dabei wurden nach UNO-Angaben seit 2003 schon mehr als 300'000 Menschen getötet. Mehr als 2,5 Millionen Menschen flohen vor den Kämpfen, die die Regierung in Khartum wiederholt für beendet erklärt hat.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan al-Baschir Haftbefehl erlassen. Ihm werden Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

(mch/sda)

Erstellt: 15.11.2017, 07:49 Uhr

Artikel zum Thema

Schweizerin in der Nähe ihrer Wohnung im Sudan entführt

Das EDA hat Kenntnis von der Entführung einer Schweizerin in der westsudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur. Es soll sich um eine Entwicklungshelferin handeln. Mehr...

Entführung auf der letzten Mission

Die im Sudan entführte Schweizerin kommt aus Bonstetten ZH und reiste zur Übergabe ihrer Station nach Darfur. Mehr...

BaZ Auktion

Auf zur Schnäpplijagd! Traumreisen und mehr bis zu 50% günstiger. Mitbieten vom 25.11. bis 5.12.17.

Blogs

Tingler Brutal kreativ

Private View Die Diebe und die Nacht

Das Immobilien-Portal für Basel und die Region

Die Welt in Bildern

Hauslieferung: Der Weihnachtsbaum wird direkt zur First Lady Melania Trump und ihrem Sohn Barron Trump ins Weisse Haus geliefert. (20.November 2017)
(Bild: Carlos Barria) Mehr...