Papst lädt Mütter zum Stillen ein – in der Sixtinischen Kapelle

Stillen in der Öffentlichkeit sorgt immer wieder für Diskussionen. Für Papst Franziskus stellt das jedoch kein Problem dar – im Gegenteil.

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Papst Franziskus hat am Feiertag der Taufe Christi besondere Geduld mit Kleinkindern demonstriert. Der Pontifex hielt seine Ansprache zur Taufe von 28 Kleinkindern am Sonntag in Rom kurz und sagte, einige von ihnen seien angesichts der Pracht der Sixtinischen Kapelle vielleicht etwas bestürzt.

«Das Konzert hat begonnen», scherzte der 80-Jährige, als sich die Babyschreie zum Crescendo steigerten. Der erste Schrei des Jesuskindes sei ja womöglich dessen erste Predigt gewesen.

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Um die Kinder zu beruhigen, ermutigte der Pontifex die Mütter, ihre Kinder zu stillen. «Der Gottesdienst ist etwas lang, jemand weint, weil er Hunger hat», wird er in verschiedenen Medien zitiert. «Wenn es so ist, ihr Mütter, gebt die Brust, ohne Angst, so wie die Jungfrau Maria Jesus die Brust gegeben hat.»

Dem Aufruf folgte mindestens eine Mutter, heisst es weiter. Es ist nicht das erste Mal, dass Papst Franziskus zum Stillen in der Öffentlichkeit aufruft. Dies obwohl das Stillen nicht in allen Ländern unterstützt wird – vor allem wenn es in der Öffentlichkeit stattfindet.

Der Papst taufte gestern 13 Mädchen und 15 Buben. Die Mütter und Väter brachten ihre Kinder zum Taufbecken, wo der Papst sie beim Namen nannte und mit der Taufe formell in die Kirche aufnahm. (woz/AFP)

Erstellt: 09.01.2017, 11:37 Uhr

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